Des vélos cargos pour remplacer les camions de livraison au centre-ville de Montréal

La Ville de Montréal mise sur la livraison de colis par vélos cargos électriques pour désengorger le centre-ville et réduire la pollution et le bruit générés par les poids lourds.

La mairesse, Valérie Plante, a donné le coup d’envoi jeudi au projet pilote Colibri dans l’arrondissement de Ville-Marie.

Le principe est simple : les poids lourds sont invités à décharger leur marchandise à l’Îlot Voyageur pour laisser de plus petits véhicules à zéro émission, tels les vélos cargos électriques, effectuer la livraison des colis à domicile.

Le projet pilote d’un an réunit quatre entreprises de transport à vélo et Purolator, un grand acteur de la livraison par camion. Il sera chapeauté par l’arrondissement de Ville-Marie.

La partie de l’Îlot Voyageur rachetée l’an dernier par la Ville pour 18 millions de dollars servira de centre de transbordement.

On voulait absolument envoyer un message clair à différents opérateurs, à différentes compagnies, pour dire : „We are open for business!

Valérie Plante, mairesse de Montréal

Le responsable du développement économique et commercial au comité exécutif de Montréal, Robert Beaudry, soutient que, comme les vélos sont plus agiles et moins susceptibles d’être coincés dans des bouchons de circulation, la livraison se fera plus rapidement que par camion.

L’Amérique du Nord à la traîne

En Amérique du Nord, on est assez en retard […] En Europe, ça fait déjà longtemps qu[‚on] s’attaque à ce problème-là, a souligné Glenn Castanheira, spécialiste en développement commercial.

Dans des villes européennes comme Paris, Londres ou Berlin, le secteur privé a pris les devants en offrant des livraisons zéro émission par camion ou vélo, a-t-il expliqué.

En Allemagne, ça fait déjà bien longtemps […] DHL, une entreprise allemande, la plus grande au monde, a elle-même déjà implanté dans la plupart des villes des centres de transbordement locaux.

Glenn Castanheira, spécialiste en développement commercial

Selon lui, Montréal a pris les devants pour encourager le secteur privé à collaborer. Le secteur privé, c’est toujours une game à savoir qui va prendre le premier risque, qui va investir des dizaines de millions de dollars pour ouvrir un centre de transbordement en milieu urbain où le pied carré coûte très, très cher, a-t-il expliqué.

De petits véhicules électriques seront testés après les vélos cargos.

À terme, l’objectif est de créer des centres de transbordement dans tous les arrondissements.

Avec les informations de Diana Gonzalez et Marie-Josée Paquette-Comeau

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Veröffentlicht: Radio Canada am 12.09.2019

This locally-made, pedal-assisted trike wants to conquer last-mile deliveries

A Portland manufacturing company is confident that a pedal-assisted, light electric vehicle can play a big role in the future of urban delivery. Since January of this year, Silver Eagle Manufacturing in northeast Portland has carved out space in their large factory for a three-wheeled cargo trike that can haul up to 400 pounds and runs on two legs and two lithium-ion batteries.

One of the main reasons they’re so bullish on this vehicle? At just 48-inches wide, the trike is fully bike lane legal. That means a rider can haul its 60 cubic foot cargo box around the city without worrying about congestion.

Silver Eagle has purchased the U.S. rights to produce and sell the MovR, which was developed by Rytle, a company based in Germany. The MovR weighs nearly 300 pounds (without a rider) and with its stout aluminum frame it rides more like a tiny truck than a large trike. In addition to two independent hub motors on the rear wheels (which means no drivetrain axle needed to connect them), the MovR has a throttle (which comes in handy at dead stops), turn signals, and even a reverse mode. Speed tops out at 15 mph.

Michael Chen is Silver Eagle’s marketing guy. He sees this as the future of last-mile delivery for companies large and small. During a recent demo of the trike, he said the MovR is a new direction for his 80-year-old company. Silver Eagle’s bread and butter are cargo trailers for the U.S. military and trailer parts for United Parcel Service (UPS). Instead of a bicycle-oriented company moving into the freight delivery/cargo market, Silver Eagle is a freight company moving into the pedal-powered realm. “In some ways, the MovR is punching under our belt, but it’s also something new for us. Everything is moving in this direction,” Chen shared.

This trike is just the latest vehicle looking to use Portland’s bike lanes. Portlanders on bikes already share these (mostly) carfree lanes with electric scooter users, e-boarders, one-wheelers, Biketown rebalancers, delivery riders from B-Line, Portland Pedal Power, and other courier companies, and so on. With the entry of trikes like the MovR, it’s probably time to rename bike lanes to something a bit more inclusive and make them wider and more connected so we can finally see their full people-and-cargo-moving potential

Learn more about the MovR on Silver Eagle’s website.

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Veröffentlicht: Jonathan Maus, bikeportland.org am 11.09.2019

Rollender Wandel auf der letzten Meile

Ein Interview mit Ingo Lübs, Geschäftsführer von Rytle

Services

Die Zustellungslogistik in Innenstädten revolutionieren – das ist die Vision des in Bremen angesiedelten Startups Rytle. Zu diesem Zweck kreierte das Unternehmen ein ganzheitliches Konzept um ein elektrisch betriebenes Lastenfahrrad mit Transportfunktion für die „letzte Meile“, das Waren jeder Art nahezu emissionsfrei transportieren kann. Besonders beeindruckend: Dieser Rytle „MovR“ kann nicht nur kleine Paketsendungen, sondern gleich eine ganze Palette befördern, und das auch temperaturkontrolliert. Wir haben mit Ingo Lübs, Geschäftsführer von Rytle, über
Herausforderungen und Erfolge auf der letzten Meile gesprochen.

Interviewer: Wie ist die Idee für Rytle entstanden und was waren die größten Hürden und Herausforderungen bei der Entwicklung des Produkts?

Ingo Lübs: RYTLE versteht sich als Symbiose aus „dem Besten aus mehreren Welten“. Hier ist es zu einem Zusammenschluss von Expertise im Cargobike-Bereich, der Automotive Consultancy und der IT-Konzeption gekommen, welche mit Expertenwissen aus Logistik im Trailerherstellerbereich das Ziel schürt, eine effektive Gesamtlösung und hiermit eine Steigerung der Gesamtperformance mit sich zu bringen.

Der Schwerpunkt liegt seit Anfang an auf der unmittelbaren Abstimmung zwischen den einzelnen Komponenten – beispielsweise besteht durch die vorhandene Telematik und eine neuentwickelten Softwareplattform eine durchgehende Vernetzung in Echtzeit.

Als Herausforderung sehen wir nach wie vor die Komplexität der internationalen Märkte – wobei wir inzwischen eine klare nationale sowie internationale Nachfrage erleben: Professionelle Lösungen und Konzepte werden benötigt und der Wandel auf dem „letzten Meter“ steht klar im Fokus.

Die Rytle-Räder sind bereits in über 30 Städten in Europa im Einsatz und werden von diversen Paketdienstleistern genutzt. Bekommen Sie gelegentlich Feedback von Fahrern, Passanten oder Endempfängern zu hören? Wie wird dieses ungewöhnliche Gefährt auf den Straßen wahrgenommen?

Das bisherige Feedback aus dem internationalen Einsatz ist sehr positiv. Unsere RYTLE-MovR zeigen hierbei auf, dass insbesondere im Bereich des „letzten Meters“ viele Stakeholder entlastet werden. Besonders bei Verkehrsteilnehmern im urbanen Umfeld sind die Fahrer der Bikes beliebt. Das zeigt sich insofern, dass die Kuriere, welche vorab mit ihren Transportern oftmals in der zweiten oder sogar dritten Reihe innerhalb der Innenstadt standen, nicht mehr – etwas salopp ausgedrückt – beschimpft werden, sondern eine durchweg positive Resonanz inklusive Fotoanfragen erhalten.

Seit Kurzem fährt der „RYTLE MovR 25“ auch in Miami und Portland in den USA. Inwiefern unterscheiden sich dort die Anforderungen im Hinblick auf City-Logistik und Verkehr von jenen in Europa?

Im Grundprinzip ähneln sich die Anforderungsprofile durchaus. Hier beobachten wir die Notwendigkeit einer smarten und urbanen Lösung – welche jedoch hinsichtlich einiger Einzelvorschriften und Gesetzgebungen in einzelnen Städten und Bundesstaaten teils variiert – dem gegenüber sind wir allerdings bestens gewappnet. Selbiges beobachten wir übrigens auch in Kanada, einem weiteren Standort, welchen wir inzwischen mit unserer effektiven Lösung von RYTLE bedienen.

„Besonders bei Verkehrsteilnehmern im urbanen Umfeld sind die Fahrer der Bikes beliebt. Das zeigt sich insofern, dass die Kuriere, welche vorab mit ihren Transportern oftmals in der zweiten oder sogar dritten Reihe innerhalb der Innenstadt standen, nicht mehr – etwas salopp ausgedrückt – beschimpft werden, sondern eine durchweg positive Resonanz inklusive Fotoanfragen erhalten.“

Ingo Lübs, Geschäftsführer von Rytle, über Reaktionen von Passanten in Stadtzentren

Auch die österreichische Post testet Rytle derzeit in einem dreimonatigen Pilotprojekt. Ein LKW bringt die Pakete konsolidiert zu einem zentral gelegenen City Hub. Von dort aus werden die Pakete mit Rytle-Rädern zugestellt. Wie läuft die Kooperation bis jetzt?

Durch einen engen Austausch mit der österreichischen Post können wir zum jetzigen Zeitpunkt durchweg positives Feedback vermelden; eine reibungslose und sehr konstruktive Eruierung findet statt und zeigt auf, wie flexibel die unsere Lösung in der Stadt Wien funktioniert.

Sogar gekühlte Produkte oder warme Speisen können in speziellen Rytle-Boxen transportiert werden. Wie lautet das Fazit für die temperaturkontrollierten Rytle-Boxen?

Wir verzeichnen eine sehr hohe Nachfrage im Bereich des temperaturgeführten Transportes – mit täglichen Anfragen bezüglich dieser Thematik und dem Einsatz in Verbindung mit unseren MovR’n. Deutlich wird auch, dass immer mehr international agierende Unternehmen nach dieser Lösung suchen, um bspw. frisch-gekühlte Lebensmittel zu Restaurants oder auch Endverbrauchern zu transportieren. Die Einsatzoptionen und damit verbundenen Güter sind sehr variabel – die gemeinsame Grundproblematik auf dem „letzten Meter“ sind bspw. bei Floristen, Einzelhändlern oder auch im Lebensmittelbereich sehr ähnlich.

In vielen Städten gibt es derzeit neue und interessante Ideen zur Optimierung der Last-Mile-Logistik. Wäre eine Kooperation bzw. Kombination mit anderen Last-Mile-Lösungen, wie z.B. Transport auf Binnengewässern oder via unterirdische Rohrpost, vorstellbar?

Wir von RYTLE sind diesbezüglich im ständigen Austausch zu Lösungsansätzen so wie validierten Lösungen. Binnenschiff-Ansätze, wie sie bereits in Paris umgesetzt werden, zeigen auf, wie bedeutsam der „letzte Meter“ bzw. die „letzte Meile“ bereits international ist. Ob hier Systeme wie die unterirdische Rohrpost in näherer Zukunft zum Einsatz kommen, wird sich zeigen. Die Entwicklung bleibt aber definitiv spannend.

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Veröffentlicht: 11.09.2019 von cargo partner

In Leipzig kommen DPD-Pakete erstmals per Lastenrad

Im Leipziger Stadtteil Gohlis testet DPD die lokal emissionsfreie Zustellung per Lastenrad. Ein zentrales Mikrodepot soll dabei die Anfahrtswege verkürzen.

Bei der Auslieferung in Teilen der Leipziger Innenstadt setzt der Paketdienst DPD auf das Rytle-Modell MovR. Insgesamt drei dieser elektronischen Fahrräder hat das Unternehmen vor Ort stationiert.

Für die Bewohner im Stadtteil Gohlis erfolgt die Paketzustellung somit lokal emissionsfrei. In einem zentral gelegenen Parkhaus hat DPD zudem Stellflächen angemietet. Sie dienen nicht nur als Abstellplatz für die Lastenräder, sondern erfüllen auch den Zweck eines Mikrodepots. Pakete für den Stadtteil werden morgens an das Mikrodepot angeliefert und anschließend umweltfreundlich verteilt.

Dass gerade der Stadtteil Gohlis für das Projekt ausgewählt wurde, liegt Gerd Seber, Group Manager City Logistics & Sustainability bei DPD Deutschland, zufolge vor allem an der Paketstruktur innerhalb des Areals.

„Vor Ort beliefern wir vorrangig Privatempfänger. Entsprechend gibt es dort viele Einzelstopps mit kleinen Paketen.“

Gerade in solchen Arealen biete sich die Zustellung mit elektrisch unterstützten Fahrrädern an. Sie seien sie für Radwege zugelassen und könnten daher flexibler durch den täglichen Berufsverkehr manövriert werden. Auch würden die Zusteller leichter Parkplätze für die kleinen Fahrzeuge finden, ohne dass sie dabei Fußgänger oder den fließenden Verkehr behindern.

Das MovR von Rytle ist für DPD in Leipzig erstmals im Einsatz. Der Paketdienst verspricht sich von dem Modell Vorteile bei der Paketzustellung in der Innenstadt. Zum einen sei das Fahrrad so konstruiert, dass es auch bei Volllast wendig bleibt. Der eingebaute Elektromotor unterstützte den Fahrer beim Treten und bringe das Rad auf bis zu 25 Stundenkilometer. Zum anderen seien die Pakete in Wechselboxen untergebracht. Diese werden morgens am zentralen Mikrodepot mit Paketen beladen. Anschließend werden die Boxen dann auf die Fahrräder eingehängt. Ist eine Wechselbox leer, können die Fahrer zum Mikrodepot zurückkehren und sie durch eine beladene tauschen. Das spart Zeit gegenüber einem Lastenrad-Modell mit fest installierter Transportbox. Fahrer müssen bei solchen Lastenrädern somit vor jeder Tour zunächst sämtliche Pakete einladen. Für die 3 Rytle-Fahrräder stehen DPD in Leipzig neun Wechselboxen zur Verfügung.

In verschiedenen deutschen Städten hat DPD bereits Lastenräder anderen Typs stationiert. Dabei wird getestet, ob sich durch den gezielten Einsatz der umweltfreundlichen Elektrofahrräder in geeigneten Arealen die Effizienz bei der Paketzustellung steigern lässt. Erst kürzlich hat der Paket- und Expressdienstleister in Konstanz ein neues Projekt initiiert, bei dem eine Wechselbrücke als Aufbewahrungsort für die Lastenräder und gleichzeitig als Umschlagplatz für die Pakete dient. Außerdem gibt es Lastenradprojekte wie der gemeinsam mit anderen Paketdiensten genutzte Mikro-Depot-Standort in Berlin oder die Paketzustellung in Heilbronn und Nürnberg. Insgesamt hat DPD derzeit rund 30 Lastenräder und Tripl in ganz Deutschland stationiert.

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Veröffentlicht: 14.08.2019 von Christine Harttmann, transport-online.de

Pilotprojekt „City Hub Wien“ im 3. Bezirk: Post testet neue Wege in der Zustellung

Gesamtheitliches Konzept für eine nachhaltige und effiziente City-Logistik

Wien (OTS) – City-Logistik, Nachhaltigkeit und die Zustellung auf der letzten Meile sind Themen, mit denen sich die Österreichische Post seit Jahren intensiv auseinandersetzt. Bereits Anfang 2018 wurde beispielsweise bei dem von der Post ins Leben gerufenen „City Logistik Jam“ mit diversen Stakeholdern aus der Stadt Wien sowie aus den Bereichen Forschung und Wirtschaft an unterschiedlichen Konzepten gearbeitet. Die Weiterentwicklung einer der Ideen wurde heute mit dem Pilotprojekt „City Hub Wien“ von DI Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik der Österreichischen Post, gemeinsam mit dem Bezirksvorsteher des 3. Wiener Gemeindebezirks, Erich Hohenberger, vorgestellt. Anders als bei bisherigen Tests zur City-Logistik setzt die Post dabei auf ein gesamtheitliches Konzept. Im Fokus stehen Aspekte wie Umweltfreundlichkeit und Nachhaltigkeit, Wirtschaftlichkeit, Kunden-zufriedenheit und die Zufriedenheit der Zustellerinnen und Zusteller.

Im 3-monatigen Pilotprojekt testet die Post die Zustellung mittels E-Lastenrädern über zentral gelegene City Hubs. Gemeint sind damit Standorte in zentraler Lage, wo Pakete gesammelt und von dort aus zugestellt werden. Bei „City Hub Wien“ bringt ein Lkw die Pakete konsolidiert in das City Hub, von wo aus die Zustellerinnen und Zusteller direkt mit alternativen Fahrzeugen losstarten können. Die Post nutzt spezielle E-Lastenräder der Firma Rytle, mit denen CO2 gespart und Lärm vermieden werden können. Die Zustellung mit dem E-Lastenrad soll eine komplette Tour mit dem Transporter ersetzen. Das heißt, dass die gleiche Menge an Paketen zugestellt werden kann wie mit einem regulären Dieselfahrzeug.

„Es stellt sich die Frage, wie die Zustellung auf der letzten Meile nachhaltiger, trotzdem effizient und umsetzbar gestaltet werden kann. Wir verfolgen einen neuen Ansatz, in dem Zustellboxen bereits im Logistikzentrum mit Paketen vorbeladen und von dort zum City Hub gebracht werden. Unsere Zustellerinnen und Zusteller sortieren die Pakete nicht mehr selbst, sondern übernehmen diese direkt zur Zustellung und können sofort mit dem Lastenfahrrad ihre Tour starten“, so Peter Umundum, Vorstand Paket & Logistik.

Die Österreichische Post stellt bereits seit 2011 Sendungen CO2-neutral zu, betreibt mit mehr als 1.600 E-Fahrzeugen die größte heimische E-Flotte und ist Vorreiter in der grünen Logistik. Zudem wurde der Österreichischen Post mit der Verleihung der Partnerschaft bei der Dachmarke des österreichischen Logistik-Sektors AUSTRIAN LOGISTICS – unter der Leitung des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie – exzellente Logistikqualität bestätigt.

Getestet wird das Konzept im 3. Wiener Gemeindebezirk. „Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der städtischen Infrastruktur“, zeigt sich Bezirksvorsteher Erich Hohenberger erfreut. „Ich hoffe, dass diese neue Form der Zustellung von den Bewohnerinnen und Bewohnern des 3. Bezirks gut angenommen wird und sich positiv auf die Kundenzufriedenheit und die Umwelt auswirkt.“

Das Pilotprojekt läuft über drei Monate, in denen erste Erfahrungen gesammelt und die Umsetzbarkeit geprüft werden soll. Im nächsten Projektschritt greift die Post auf heimisches Know-how aus der Forschung zurück und analysiert die Ergebnisse in Zusammenarbeit mit dem Logistikum der FH OÖ Campus Steyr, das sich ebenfalls intensiv mit City-Logistik beschäftigt.

Dieses Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) gefördert und im Rahmen des Programms – Logistikförderung – durch die Schieneninfrastruktur-Dienstleistungsgesellschaft mbH (SCHIG mbH) abgewickelt.

Rückfragen & Kontakt:

Österreichische Post AG
Mag. Ingeborg Gratzer
Leitung Presse & Interne Kommunikation
+43 57767 32010
ingeborg.gratzer@post.at

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Veröffentlicht: 23.07.2019 von OTS0089, ots.at

Citylogistik-Feldversuch zur „Letzten Meile“ geht weiter

Osnabrück, 16.07.2019. Der Citylogistik-Feldversuch zur Optimierung der „Letzten Meile“ per E-Cargo-Bike geht weiter. Vor sechs Wochen gestartet, fällt die erste Bilanz aller Beteiligten durchweg positiv aus. Das Logistikunternehmen UPS Deutschland strebt daher eine baldige Überführung in den Regelbetrieb an – und kann sich eine Ausweitung des Zustellgebietes vorstellen.

„Wir sind mit den ersten sechs Wochen hochzufrieden“, betont Rainer Kiehl, UPS-Projektmanager Citylogistik. Anfang Juni hatte UPS Deutschland den Feldversuch in Osnabrück gestartet. Ein UPS-Transporter liefert seitdem Pakete zu einem temporären City-Hub an der OPG-Vitihof-Garage am Gerberhof. Vor Ort werden die Pakete auf ein spezielles E-Lastenfahrrad mit Transportfunktion – den von der Firma RYTLE entwickelten und gefertigten MovR – umgeschlagen. Der UPS-Zusteller liefert die Pakete anschließend mit leichter Muskelkraft und elektrischer Unterstützung und somit geräuschlos und emissionsfrei an die Empfänger auf der „Letzten Meile“ aus. „Mit dem E-Cargo-Bike legt der Zusteller täglich rund 25 bis 30 Kilometer zurück, so dass wir bereits einen 7,5-Tonner aus dem Verkehr ziehen konnten“, so Kiehl.

In den Regelbetrieb

Der Ablauf vom Umschlag der Pakete bis zur Auslieferung mit dem MovR funktioniere nahezu störungsfrei. Der Feldversuch habe sich bereits in der vergleichsweise kurzen Laufzeit bewährt. „Wir planen daher, schnellstmöglich den Regelbetrieb aufzunehmen“, so Kiehl weiter. Zuvor müssten noch die Zustelldaten im Detail ausgewertet werden, die im Rahmen des Feldversuchs gesammelt wurden. „Wir werden die Daten gemeinsam analysieren, um mögliche Barrieren zu beseitigen und einen optimalen Routenverlauf generieren zu können“, so der Citylogistik-Projektmanager. „Zudem sind wir aktuell auf der Suche nach einem ‚Microdepot‘-Standort sowie einer dauerhaften Lösung für den sicheren Unterstand des oder der MovR.“

Ausweitung denkbar

Der Feldversuch hat sich bislang gezielt auf den innerstädtischen Bereich beschränkt. UPS Deutschland kann sich auch eine Ausweitung des Zustellgebiets über den Wallring hinaus vorstellen. „Wir werden UPS natürlich weiterhin unterstützen, die Zustellung auf der ‚Letzten Meile‘ per E-Cargo-Bike weiter auszubauen“, betont Stadtbaurat Frank Otte. Auch die OPG, die während des Feldversuchs Raum für das E-Cargo-Bike zur Verfügung gestellt hat, möchte bei Fortführung des Projekts als Partner dabei bleiben. „Die Zusammenarbeit in denvergangenen Wochen war vorbildlich“, so Wigand Maethner, Geschäftsführer OPG. Die positiven Erfahrungen im Feldversuch zeigten deutlich, wie wichtig das Zusammenspiel aller Akteure bei der Implementierung solcher beispielhafter Citylogistik-Konzepte sei.
E-Lastenräder als echte Alternative UPS Deutschland ist neben München, dem bisher größten UPS „Letzte Meile“-Projekt, in mehreren Großstädten mit E-Lastenrädern unterwegs und kooperiert auch in Osnabrück mit der Bremer RYTLE GmbH, die den MovR entwickelt hat. Das Besondere an dem E-Cargo-Bike ist die standardisierte und abnehmbare Box in Palettengröße mit einem Fassungsvermögen von knapp zwei Kubikmetern. „Unser modular aufgebautes MovR Konzept
ist je nach städtischer Anforderung auslegbar und daher optimal für die Bedienung der ‚Letzten Meile‘ in unseren Ballungszentren geeignet“, erklärt Gero Schulze Isfort als Vertreter der Gesellschafter der RYTLE GmbH.

Hintergrund: Projekt „Mobile Zukunft“
Hinter dem Ende 2016 initiierten Projekt „Mobile Zukunft“ stehen Stadt und Stadtwerke Osnabrück. Die Projektpartner erarbeiten gemeinsam Ideen und Maßnahmen zur Entwicklung nachhaltiger Mobilitätskonzepte, der Förderung umweltfreundlicher Nahmobilität, der Förderung der E-Mobilität sowie der Stärkung des Radverkehrs und der Förderung des ÖPNV.

Weitere Infos zu „Mobile Zukunft“ gibt es unter www.mozu-os.info, zur RYTLE GmbH unter
www.rytle.de, zu UPS unter www.ups.com.

BU 1 & 2: Das E-Cargo-Bike MovR von UPS ist seit 6 Wochen im Innenstadtbereich von
Osnabrück unterwegs. © Stadtwerke Osnabrück / Marco Hörmeyer

Ansprechpartner für die Redaktion:
Marco Hörmeyer
Unternehmenskommunikation
T: 0541 2002-1011
E: marco.hoermeyer@swo.de

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Veröffentlicht: 16.07.2019 von Stadtwerke Osnabrück, www.mozu-os.info

„Rytle“: Markt mit E-Lastenrädern nimmt Fahrt auf

Werlte/Bremen. Vor knapp zwei Jahren ist das Unternehmen „Rytle“ von der Krone-Gruppe und dem Bremer Beratungsunternehmen Orbitak gegründet worden – mittlerweile ist das Geschäft mit den Elektro-Lastenrädern richtig gut ins Rollen gekommen.

Umweltzonen, enge Straßen, Verkehrschaos und der rasante Zuwachs am Onlinehandel sorgen dafür, dass die Arbeitsabläufe der Zusteller auf der sogenannten letzten Meile ins Stocken geraten sind – und bisherige Prozesse an ihre Grenzen stoßen. Mitbegründer der Rytle-Idee und ehemaliger Marketingleiter der Krone Nutzfahrzeugsparte in Werlte, Ingo Lübs, berichtet im Gespräch mit unserer Redaktion über die aktuellen Entwicklungen bei „Rytle“.

Das Unternehmen bietet neben dem elektrisch betriebenen Lastenrad „MovR25“ auch noch die standardisierte Transportbox „Rytle Box“, ein mobiles Hub aus dem Krone Baukasten und eine Software-Plattform an, die alle Beteiligten vernetzt. Durch die Abstimmung zwischen den einzelnen Komponenten stehe die Effizienz in der Zustellung auf den letzten Metern im Vordergrund, so Lübs.

Noch vor wenigen Jahren sei es undenkbar gewesen, heute entwickelten sich Lastenräder rasant zu einer echten Alternative im innerstädtischen Lieferverkehr. „Dieser Wandel in Europa ist immens. Das Lastenrad ist ja grundsätzlich keine neue Erfindung und dient, insbesondere im asiatischen Raum, schon seit sehr langer Zeit als adäquates Transportvehikel“, sagt Lübs. Seit jeher gebe es in der Krone Gruppe auch sogenannte Last-Mile Produkte im Bereich KEP (Kurier-, Express- und Paketdienste).

Es fehlte bisher am Markt aber das passende Gesamtkonzept für die „letzte Meile“. Krone-Inhaber Bernard Krone erklärt: „Durch das Joint-Venture ,Rytle‘, in dem wir einerseits Expertise aus dem Lastenfahrrad-Bereich sowie Automotive und IT und andererseits Expertenwissen aus der Logistik als Trailerhersteller vereint haben, glauben wir, behaupten zu können, dass wir einen Lösungsansatz für diesen Wandel gefunden haben.“ Man könne davon ausgehen, dass zukünftig ein deutlicher Anteil der Lieferungen in Ballungsräumen technisch mit elektrisch betriebenen Lastenfahrrädern zu realisieren sein werde, so Krone.

Seit der ersten Auslieferung im Jahr 2018 ist „Rytle“ mit verschiedensten Kunden – international tätigen wie auch kleineren Paketdienstleistern – in mehr als 25 europäischen Städten unterwegs. Auch in Osnabrück betreibt UPS ein solches Fahrzeug. Weitere 15 Städte sind in Planung und kommen kurzfristig dazu, so Lübs: „Es gibt eine weltweite Nachfrage nach dem Produkt, die man im ersten Schritt selbstverständlich nicht direkt bedienen kann.“

Mit der ersten Kooperation in den USA zur Produktion der „MovR“ geht das Unternehmen mit Sitz in Bremen einen ersten Schritt in den Vereinigten Staaten. Zudem werde die Möglichkeit der lokalen Produktion im indisch-asiatischen Raum ausgelotet. Doch nicht nur im KEP-Geschäft ist das System effizient. Erste Tests finden gerade in großen Industrieunternehmen in Süddeutschland statt. Natürlich werden auch „MovR“ in den Krone-Standorten Spelle, Werlte, Herzlake und Lübtheen intern eingesetzt, so Lübs.

Bernard Krone: „Der Wandel, den wir momentan innerhalb der letzten Meter bis vor die Tür der Kunden aktiv mitgestalten, ohne den Verkehr zu blockieren, so wie das Feedback von vielen Kunden und Interessierten zeigt uns, dass die Entwicklung und Umsetzung unseres Konzeptes in die richtige Richtung gegangen ist.“

Das Team hat jüngst mit Bernard Krone in Singapur bei einem Arbeitstreffen einen weiteren Weg eingeschlagen. „Nach anfänglichem Fokus auf die Paketdienstleister hat die Mannschaft nun auch eine Lösung für den Transport von gekühlter Ware, etwa im Lebensmittelbereich erarbeitet“, so Lübs, der das Unternehmen mit Geschäftsführer und Mitbegründer Arne Kruse leitet. Grundsätzlich werde Rytle so ein noch breiteres Kundenspektrum bedienen können. So gab es Anfragen von internationalen Lebensmittelketten, die frische Ware ausliefern möchten. „In Zusammenarbeit mit verschiedenen Partnern in Singapur haben wir jetzt eine Möglichkeit gefunden, eine Box zu fertigen, die dies auch gewährleisten kann“, erklärt Lübs.

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Veröffentlicht: 07.07.2019 von Mirco Moormann , noz

Diese Lastenräder liefern jetzt in Hannover Pakete aus

In Hannover werden im Tagesdurchschnitt etwa 33.000 Pakete zugestellt. Das führt zu Problemen mit wild parkenden Paketfahrzeugen und hoher Abgasbelastung. Die Stadt und große Paketzusteller wollen das ändern – und starten ein bemerkenswertes Logistik-Projekt in Linden.

Hannover

Vor zwei Jahren haben die Stadt, Volkswagen Nutzfahrzeuge und Unternehmen der Logistikbranche das Projekt Useful mit dem Ziel ins Leben gerufen, die Belastungen durch den wachsenden Lieferverkehr in den Griff zu bekommen. Jetzt gibt es erste Ergebnisse, die in Linden-Nord nun schrittweise umgesetzt werden. „Wir sind einen großen Schritt weitergekommen“, sagt Stadtbaurat Uwe Bodemann.

33.000 Pakete pro Tag in Hannover

In Hannover werden im Tagesdurchschnitt etwa 33.000 Pakete zugestellt; die 16.000 Einwohner in Linden-Nord erhalten davon 1000. Das soll nun platzsparender, verkehrssicherer und mit weniger Belastungen durch Lärm und Abgase passieren. Dafür hat die Stadt mit der Posttochter DHL, DPD, Hermes, UPS und der Citipost fünf große Logistiker an Bord geholt; einige Hochschulen begleiten das auf ein Jahr mit Verlängerungsoption angelegte Projekt wissenschaftlich.

Stadtteil erhält 20 Umschlagpunkte auf Parkplätzen

Eindämmen wollen die Partner vor allem das wilde Parken der Zustellerfahrzeuge in der zweiten Reihe auf der Fahrbahn, an Straßeneinmündungen, auf Fuß- und Gehwegen oder auf Grünstreifen. Dazu werden über Linden-Nord verteilt 20 Umschlagpunkte eingerichtet, die die Lieferfahrzeuge aus den Paketzentren ansteuern und dort die Ware an die Auslieferer weitergeben. Diese übernehmen den Rest der Zustellung auf umweltfreundliche Weise – teils mit Lastenrädern, teils mit Elektroautos, zu Fuß oder mit der Sackkarre.

Die Umschlagpunkte bestehen aus zehn Meter langen, markierten Parkbuchten. Dort herrscht werktags von 9 bis 17 Uhr und sonnabends von 9 bis 14 Uhr ein ausgeschildertes Halteverbot für andere Fahrzeuge. „Das ist verkraftbar, weil zu diesen Zeiten viele Anwohner unterwegs sind und der Parkdruck nicht so hoch ist“, sagt Projektleiter Tim Gerstenberger.

Auslieferung per Drohne ist nicht möglich

Die Frage, ob durch diese Maßnahme weniger Zustellerfahrzeuge unterwegs sein werden, konnte Gerstenberger nicht beantworten: „Wir hoffen das, wissen es aber nicht“. Möglich wäre dies wohl nur, wenn die Logistiker auch bei der eigentlichen Zustellung zusammenarbeiten würden oder wenn die Stadt entsprechende Regeln erließe. Beides passiert zunächst nicht. „Der Einsatz von Zustelldrohnen scheidet im innerstädtischen Verkehr aus“, sagt Rainer Kiehl, City Logistik Manager von UPS.

Die Beteiligten erwarten sich aus dem Projekt in Linden-Nord Lerneffekte für die Stadt- und Verkehrsplanung. Stellen sich positive Effekte ein, wird das Konzept auf weitere Stadtteile übertragen.

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Veröffentlicht: 06.07.2019 von Bernd Haase, haz

Initiative Urbane Logistik Hannover: Start des ersten Pilotprojektes zur innovativen Paketbelieferung

Die Lebens- und Luftqualität in Städten wird durch den Verkehrssektor stark beeinflusst. Lieferverkehre, vielfach durch private Bestellungen im Internet ausgelöst, bewegen über 30.000 Pakete pro Tag in Hannover. Die Initiative Urbane Logistik Hannover erprobt mit einem deutschlandweit einmaligen Pilotprojekt im Stadtteil Linden-Nord emissionsfreie, sichere, leisere und zukunftsorientierte Konzepte der innerstädtischen Logistik.

Ziel ist es, die Anforderungen an eine lebenswerte Stadt und die Bedürfnisse ihrer Bürger*innen an eine tägliche, zuverlässige Versorgung zu erfüllen. Das Pilotprojekt ist zugleich lokaler Impuls einer Verkehrswende im Güterverkehr. Hierzu geht die Landeshauptstadt Hannover neue Wege frei von regulativen Ansätzen.

Mit dem Startschuss am heutigen Mittwoch (3. Juli) zeigt die Landeshauptstadt Hannover (LHH) mit einem Kreis freiwilliger Partner*innen der Kurier-, Express- und Paket-Branche Deutsche Post DHL Group (DPDHL), DPD Deutschland GmbH (DPD), Hermes Germany GmbH (Hermes), United Parcel Service Deutschland S.à r.l. & Co. OHG (UPS) und CITIPOST GmbH (Citipost) modellhaft verschiedene Konzepte der Belieferung eines Stadtteils und der effizienten Nutzung öffentlichen Raums auf.

Gut geliefert – Umwelt geschont

Ziele des Pilotprojektes sind, Emissionen (Luftschadstoffe und Lärm) in einem topografisch gut abgrenzbaren, dicht besiedelten Stadtteil zu reduzieren sowie die Verkehrssicherheit zu erhöhen. Hierzu setzen die Kooperationspartner*innen bei der Paketzustellung in dem Pilotprojekt in Linden-Nord auf innovative Zustellformen. Neben Elektrofahrzeugen kommen Lastenfahrräder für die Auslieferung von Paketen zum Einsatz. Zwei hierfür notwendige Umschlagflächen werden geschaffen.

Damit wird erstmals in einem Quartier dieser Ausdehnung eine lokal emissionsfreie Paketzustellung auf einer freiwilligen und gemeinsamen Basis frei von öffentlichen Förderungen umgesetzt.

Darüber hinaus werden im Stadtteil Linden-Nord an strategisch sinnvollen Stellen Logistikpunkte geschaffen, die an Werktagen (9 bis 17 Uhr) für den Lieferverkehr reserviert sind. Die Flächen stehen den Anwohner*innen in den Abend- und Nachtstunden sowie morgens (17 bis 9 Uhr) und an Sonntagen ganztägig zum Parken zur Verfügung. Mit diesen Maßnahmen soll das Halten in zweiter Reihe, insbesondere an Hauptverkehrsstraßen, sowie das Parken in Knotenpunkten (Straßenecken) und auf Nebenanlagen (Gehwegen und Grünflächen) vermindert werden, sodass Verkehrssicherheit und Verkehrsfluss verbessert werden und die öffentliche Fläche effizient genutzt wird. Durch das Pilotprojekt soll ein Bewusstsein bei den Bürger*innen für die Anforderungen und Flächenbedarfe der urbanen Logistik geschaffen werden.

Verlauf des Pilotprojektes

Die LHH, Volkswagen Nutzfahrzeuge (VWN) und weitere Partner*innen der Initiative Urbane Logistik Hannover haben dieses Vorhaben initiiert, um innovative Logistikkonzepte sichtbar zu machen und ein Bewusstsein für die Bedarfe einer emissionsfreien, verkehrssicheren, leisen und zugleich verlässlichen Paketbelieferung zu wecken.

Die Erprobung ist ein Prozess, in dem mit einer stetigen Nachjustierung gerechnet wird, um gemeinsam bestmöglich aus diesem Projekt zu lernen. Die Evaluation des Pilotvorhabens sowie eine mögliche Skalier- und Übertragbarkeit auf andere Stadtteile wird mithilfe einer wissenschaftlichen Begleitung durch die Hochschule Hannover, die Leibniz Universität Hannover sowie die Technische Universität Braunschweig sichergestellt.

Das Pilotprojekt ist für weitere Partner*innen der Logistik aufgeschlossen, die sich mit den Zielen der Initiative Urbane Logistik Hannover identifizieren und somit einen Beitrag zur sicheren, emissionsfreien, leisen und zukunftsorientierten urbane Logistik leisten möchten.

O-Töne der Partner*innen:

LHH – Stadtbaurat Uwe Bodemann:

„Dieses Pilotprojekt ist ein weiterer Schritt der Initiative Urbane Logistik Hannover in Richtung der Zielsetzung der EU, eine weitestgehend CO2-freie urbane Logistik bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Er folgt zudem dem Ratsauftrag zur Einführung einer urbanen Logistik in Hannover sowie dem Beschluss des Stadtbezirksrates Linden-Limmer, die Luftqualität zu verbessern und Zustellverkehre zukunftssicher zu lenken. Wir freuen uns, dass wir gleich zu Beginn nahezu alle wichtigen Unternehmen der Kurier-, Express- und Paket-Logistik als Kooperationspartner*innen gewinnen konnten, dieses deutschlandweit einmalige Vorhaben hier in Hannover gemeinsam zu erproben.“

Deutsche Post DHL Group – Manfred Eisenträger, Niederlassungsleiter Deutsche Post AG, Pattensen:

„Wir freuen uns auf die Fortführung der Initiative und begleiten gern aktiv den nächsten Schritt zur emissionsfreien Zustellung in der Innenstadt. Neben unseren zahlreichen StreetScootern, E-Bikes und E-Trikes, die schon längst zum Straßenbild in Hannover und der Region gehören, werden wir im Rahmen des Pilotprojektes neue Zustellkonzepte mit Lastenrädern in Linden testen. In dicht bebauten Gebieten können diese eine ergänzende Alternative bei der Zustellung von Paketsendungen darstellen.“

DPD Deutschland GmbH – Andreas Glüsenkamp, Leiter der Region Lehrte bei der DPD Deutschland GmbH:

„Wir freuen uns sehr darüber, dass die Stadt Hannover dringend notwendige Flächen für eine nachhaltigere Versorgung der Innenstadt bereitstellt. Für DPD war das der entscheidende Impuls, um nun auch in Hannover vollständig elektrisch angetriebene Zustellfahrzeuge einzusetzen.“

Hermes Germany GmbH – Roland Lazina, Head of Process Design und Programmleiter „Urban Blue“:

„Wir sind überzeugt davon, dass die Zukunft der Paketzustellung – vor allem in verkehrsreichen Innenstadtgebieten – emissionsfrei ist. Deshalb freuen wir uns, dass wir durch die Zustellung mit E-Transportern nun auch in Hannover-Linden Nord einen klimafreundlichen Beitrag leisten.“

United Parcel Service Deutschland S.à r.l. & Co. OHG – Rainer Kiehl, City Logistik Manager:

„Nachhaltigkeit liegt in der DNA von UPS. Wir haben in 2012 in Hamburg damit begonnen, systematisch die Innenstadt mit Hilfe von Lastenrädern zu beliefern. Mittlerweile haben wir entsprechende Lösungen in 30 Städten implementiert. Solche Lösungen helfen, den Verkehr im städtischen Bereich zu entlasten. City-Logistik-Projekte dieser Art können oft nur mit der Unterstützung der Kommunen umgesetzt werden und die Zusammenarbeit mit der Stadt Hannover ist hier vorbildlich. Seit 2010 bauen wir auch konventionelle 7,5t-Fahrzeuge zu reinen Elektro-Fahrzeugen um. Diese UPS-E-Fahrzeuge leisten ebenfalls einen wertvollen Beitrag für die Verbesserung der Luftqualität in Innenstädten, auch in Hannover.“

CITIPOST GmbH – Lars Rehmann, Geschäftsführer CITIPOST GmbH:

„Mit diesem Projekt können wir die Schonung der Umwelt sowie unser wirtschaftliches Interesse ideal vereinbaren. Daher sind wir auch bereits im Stadtgebiet von Hannover überwiegend mit Lastenfahrrädern und E-Bikes unterwegs.“

Volkswagen Nutzfahrzeuge – Rüdiger Prang, Projektleiter Urbane Logistik:

„Batterieelektrisch angetriebene Fahrzeuge und der Einsatz der Mikromobilität können wirkungsvoll zur Reduzierung von Emissionen sowie der Verkehrsbelastung durch den Lieferverkehr in den Städten beitragen. VWN stellt mit dem e-Crafter und dem Cargo e-Bike einigen Partnern der Paket-, Express- und Kurierlogistik moderne, lokal emissionsfreie Fahrzeuge zu Verfügung.“

Über die Initiative Urbane Logistik Hannover

In der Initiative Urbane Logistik Hannover sind die LHH und VWN, der Logistik-Marktführer Deutsche Post DHL, die enercity AG, die Leibniz Universität Hannover, die Hochschule Hannover, das Niedersächsische Forschungszentrum Fahrzeugtechnik (NFF) an der Technischen Universität Braunschweig, das Land Niedersachsen, die CITIPOST GmbH sowie hannoverimpuls GmbH als Partner*innen vertreten. Ihren Ursprung hat die Initiative Urbane Logistik Hannover im Stadtdialog „Mein Hannover 2030“, in dem der Handlungsbedarf für die Zukunft insbesondere des städtischen Lieferverkehrs deutlich adressiert wurde. Im Mittelpunkt der Initiative Urbane Logistik Hannover steht die Vision einer urbanen Logistik der Zukunft, die den Bedürfnissen der Menschen in einer lebenswerten Stadt gerecht wird. Die urbane Logistik der Zukunft soll dabei für sichere, emissionsfreie, geräuscharme Logistikkonzepte und Transportlösungen sowie für eine innovative Infrastruktur und angepasste Gestaltung des urbanen Raumes stehen. Die Initiative dient unter ganzheitlichen Gesichtspunkten der Entwicklung einer Kompetenzregion für urbane Logistik am Standort Hannover.

Weitere Informationen gibt es unter www.urbane-logistik.de.

Pressekontakt:

Deutsche Post DHL Group:
Jens-Uwe Hogardt
Tel. 040 8558-3733
j.hogardt@dpdhl.com

DPD Deutschland GmbH:
Peter Rey
Tel. 06021 492-7066
peter.rey@dpd.de

Hermes Germany GmbH:
Marei Martens
Tel. 040 53755-627
marei.martens@hermesworld.de

United Parcel Service Deutschland S.à r.l. & Co. OHG (UPS):
Holger Ostwald
Tel. 02131 947-2625
holgerostwald@ups.com

CITIPOST GmbH:
Nina Rasche
0511 12123268
n.rasche@citipost.de

Volkswagen Nutzfahrzeuge:
Volker Seitz
Tel. 0511 798-7067
volker.seitz@volkswagen.de

LHH:
Michaela Steigerwald
Tel. 0511 168-44550
michaela.steigerwald@hannover-stadt.de

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Veröffentlicht: 03.07.2019 von ots, Landeshauptstadt Hannover (übermittelt durch presseportal.de)

Pakete im Parkhaus lagern

Von dort werden sie mit dem Lastenrad ausgeliefert
ols. STUTTGART, 25. Juni.

Rund um das Zeppelin-Carré in Stuttgart in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs kommen die Autos oftmals nur langsam voran. Auf der Straße sind auch immer wieder Fahrzeuge von Kurierdiensten zu sehen. Das vor Ort befindliche Parkhaus des Betreibers Apcoa weist vor allem am Morgen noch viele leere Stellplätze auf. Solche ungenutzten Stellflächen in Innenstadt-Parkhäusern sollen künftig als Verladestationen für Logistikunternehmen genutzt werden können, wie der Vorstandsvorsitzende der Apcoa-Gruppe, Philippe Op de Beeck, mitteilte. In Stuttgart wurde dazu ein Pilotprojekt namens „Park-up“ gestartet. Forscher des Fraunhofer-Instituts für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) wollen zusammen mit Europas größtem Parkhausbetreiber Apcoa, dem Logistiker Velocarrier und dem Parkdienstleistungsanbieter Evopark herausfinden, unter welchen Bedingungen ein solches System funktionieren und die Innenstädte vom Verkehr entlasten kann.

Bild: FAZ

Bei dem Modellprojekt dreht es sich vor allem um die Logistik der letzten Meile, bei der es darum geht, die Pakete an die Haustür des Kunden zu bringen. „Es geht darum, dass künftig nicht für jedes Päckchen ein Auto im Viereck herumfahren muss“, sagte Martin Armbruster, der Beauftragte für den Wirtschaftsverkehr in Stuttgart. Der Verteilerverkehr müsse gebündelt werden, sagte er mit Verweis auf den Umstand, dass allein im vergangenen Jahr in Deutschland rund 3,5 Milliarden Pakete ausgeliefert worden sind. Die Zahlen werden Prognosen zufolge wegen des Online-Handels weiter zunehmen. Vor allem am frühen Morgen, wenn viele Parkhäuser leer sind, sollen die Stellplätze als eine Art Kurzzeit-Zwischenlager dienen, wo Waren von größeren Fahrzeugen auf kleine Lastenräder umgeladen werden. So sollen große Lieferfahrzeuge aus der Innenstadt herausgehalten werden, was den Projektpartnern
zufolge bislang oft daran scheitert, dass es dort keine Umlademöglichkeiten gibt.

Bild: FAZ

Entweder gebe es keine Flächen, oder sie seien viel zu teuer. Logistikflächen stünden in Konkurrenz mit Büroflächen. „Es ist für einen Logistiker wirtschaftlich nicht darstellbar, Flächen in der Innenstadt zu mieten“, sagte IAO-Projektleiter Bernd Bienzeisler. Bei „Park-up“ zahlt das Unternehmen nur die Zeit für die Nutzung des Parkplatzes. Danach können dort wieder ganz normal Autos abgestellt werden. Die Preise für die Logistikfläche im Parkhaus sind variabel. Neben der Auslastung werden auch weitere Faktoren wie die allgemeine Verkehrslage berücksichtigt. Das ist aber in Sachen Preisfindung wohl erst der Anfang. Das IAO arbeite gerade an Algorithmen für Preismodelle, die in der Lage seien, Umweltdaten, Wetterdaten und Verkehrsdaten bei der Preisfindung zu berücksichtigen, sagte Bienzeisler weiter. Zugleich verwies er in diesem Zusammenhang auf die Verkehrssteuerung. Vom Parkhaus aus sollen die Lastenräder dann in einem Umkreis von etwa 800 Metern operieren. Das Projekt läuft zunächst an drei Standorten in
Stuttgart. Apcoa-Vorstandsvorsitzender Op de Beeck geht aber davon aus, dass es auch in anderen Städten funktioniert. Das Unternehmen, dessen Hauptinvestor Centerbridge ist, erzielte im vergangenen Jahr Erlöse von rund 670 Millionen Euro und zusätzlich etwa 400 Millionen Euro Außenumsatz. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen lag bei 75 Millionen Euro.

Veröffentlicht: 26.06.2019 von FAZ