Europäischer Transportpreis für Nachhaltigkeit: Die Sieger 2018

Die Zeitung Transport hat die Sieger des „Europäischen Transportpreises für Nachhaltigkeit 2018“ ausgezeichnet. Prämiert wurden 16 Unternehmen für ihre herausragenden und nachhaltigen Leistungen innerhalb der Nutzfahrzeugbranche. Zudem erhielten sechs Unternehmen der Speditions- und Transportlogistikbranche einen Sonderpreis.

Die LOGISTRA-Schwesterzeitung Transport hat zum vierten Mal den Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit verliehen. Für den Europäischen Transportpreis für Nachhaltigkeit 2018 konnten sich Unternehmen aus der Nutzfahrzeugbranche bewerben, die in auszeichnungswürdiger Weise ökonomischen Erfolg mit sozialer Verantwortung und Schonung der Umwelt verbinden – und deren nachhaltiges Handeln zu weiterem Wachstum und Wohlstand führt. In diesem Jahr wurden 16 Preisträger in 16 Kategorien ausgezeichnet. Zudem erhielten sechs Unternehmen der Speditions- und Transportlogistikbranche Sonderpreise. Der Europäische Transportpreis für Nachhaltigkeit wird seit 2011 alle zwei Jahre jeweils für das folgende Jahr von der Zeitung Transport und dem HUSS-VERLAG vergeben.

Bei den diesjährigen Gewinnern des Wettbewerbs handelt es sich sowohl um große Konzerne aus der Nutzfahrzeug- und Zuliefererindustrie als auch um typische Mittelständler sowie Start-ups. „Wir freuen uns, dass in diesem Jahr bei den Preisträgern sehr unterschiedlich aufgestellte Unter-nehmen zu finden sind, die sich alle der Nachhaltigkeit verschrieben haben. Das zeugt von der Agilität der Branche und gibt Hoffnung für die Zukunft“, erklärt Torsten Buchholz, Chefredakteur der Zeitung Transport und Mitglied der Jury des Europäischen Transportpreises für Nachhaltigkeit.

Die Gewinner des Europäischen Transportpreises für Nachhaltigkeit 2018 sind:

  • Kategorie Aufbauten und Anhänger: Schmitz Cargobull, Projekt „TransformerTrailer“
  • Kategorie Concept Truck: Daimler, Verteiler-Lkw „Mercedes-Benz Elektro-Lkw“
  • Kategorie Fahrerassistenzsystem: Scania, Geschwindigkeitsregelung „CCAP“ mit „Pulse & Glide“
  • Kategorie Fahrzeug-Kühlungs- und Heizungs-Systeme: Thermo King/Frigoblock, Kühleinheit „SLXi Hybrid“
  • Kategorie Kipper und Sattelkippe: Fliegl, Sattelkipper „Greenlight“
  • Kategorie Ladungssicherung: StreeProtec, Betonrutschenauslaufschutz
  • Kategorie Lkw: MAN, Elektro-Lkw „eTruck“ („eMobilty“)
  • Kategorie Mobilitätskonzepte: Rytle, Lastenrad „MOVR“
  • Kategorie Nutzfahrzeug- und Trailervermietung: BFS Business Fleet Services, Vermietung von Elektro-Lkw
  • Kategorie Nutzfahrzeugkomponenten: BPW Bergische Achsen, elektrisch angetriebene Achse „eTransport“
  • Kategorie Reifen und Reifendienste: Michelin, Nfz-Reifen „Michelin X Multi Energy“
  • Kategorie Sattelauflieger:Kögel, Auflieger „Euro Trailer Mega Rail“ Kategorie Teile und Zubehör: HS-Schoch, Heckunterfahrschutz „SL1000“
  • Kategorie Telematik: Schmitz Cargobull, Gesamtkonzept „SmartTrailer“
  • Kategorie Transporter und Lieferwagen: Volkswagen Nutzfahrzeuge, Elektro-Transporter „e-Crafter“
  • Kategorie Unternehmerisches Gesamtkonzept: SAF-Holland, Nachhaltigkeitsprogramm „Think-Ahead“

Auch in diesem Jahr wurden im Rahmen des Europäischen Transportpreises für Nachhaltigkeit wieder Sonderpreise an Unternehmen der Speditions- und Transportlogistikbranche für ihr Engagement in den Bereichen Umweltschutz, Ressourcenschonung und soziale Verantwortung vergeben. Die Sonderpreisjury hat insgesamt sechs Auszeichnungen in den beiden Sonderkategorien „Transportunternehmen und Speditionen“ sowie „KEP-Dienste“ vergeben.

Die Gewinner des Sonderpreises

Transportunternehmen und Speditionen

  1. Platz: Dachser SE
  2. Platz: Friedrich Zufall GmbH & Co. KG
  3. Platz: Scherm Gruppe

KEP-Dienste

  1. Platz: Deutsche Post DHL Group Platz
  2. Platz: UPS
  3. Platz: Urban Cargo

Die Jurymitglieder des Europäischen Transportpreises für Nachhaltigkeit 2018 waren:

  • Torsten Buchholz, Chefredakteur Zeitung Transport, HUSS-VERLAG, München
  • Prof. Dr.-Ing. Uwe Clausen, Institutsleiter, Fraunhofer Institut für Materialfluss und Logistik, Dortmund
  • Robert Domina, Redakteur Zeitung Transport, Ressortleiter Test + Technik, HUSS-VERLAG, München
  • Bernhard Kerscher, Geschäftsführer, Benchmark Consulting 2 GmbH, Herrsching
  • Axel Salzmann, Rechtsanwalt, Leiter des Kompetenzzentrums Straßenverkehrsgewerbe und Logistik für die KRAVAG-LOGISTIC Versicherungs-AG, Hamburg
  • Andreas Schumann, Vorsitzender, Bundesverband der Kurier-Express-Post-Dienste e.V. (BdKEP), Berlin

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Veröffentlicht: 01. Dezember 2017 von logistra.de

Solutrans 2017: Profi-Lastenrad von Rytle und UPS im Detail

Es ist vielleicht die Lösung, auf die stau- und regulierungsgeplagte City-Logistiker gewartet haben: Eine professionelle und robuste, standardisierbare Lastenradlogistiklösung mit einem kompletten Ökosystem aus Mikrodepot, Wechselcontainer, Telematik, Wartung&Service sowie Leasing&Mietangeboten. Der aus einer Kooperation zwischen dem Beratungsunternehmen Orbitak AG sowie dem Anhänger- und Aufbauhersteller Krone hervorgegangene neue Lastenradanbieter Rytle aus Bremen hat sein Konzept jetzt erstmals in Großserie umgesetzt. Das gemeinsam entwickelte mehrspurige Profi-Lastenrad mit Wechselaufbau befindet sich beim an der Weiterentwicklung beteiligten Kurier- und Paketlogistiker UPS im Feld-Test, der es wohl auch weltweit einsetzen will. Bei dem Rytle-Lastenrad (LOGISTRA berichtete) namens MovR wurde laut Anbieter größter Wert auf Standardisierbarkeit der Komponenten gelegt. Es wird ein einschiebbarer Kofferaufbau im Palettenmaß 80×120 cm verwendet, der wiederum gekoppelt ist an einen Standard-Wechselcontainer, am Stand als 10-Fuß-Version demonstriert. Dieser bildet eine Art „Mikrodepot“. Darin finden neun der gut 1,80 Meter hohen und leicht rollbaren Koffer Platz. Wir waren vor Ort bei der Messepremiere dabei. Das Konzept im Detail.

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Veröffentlicht: 28. November 2017 von logistra.de

Rytle: Profi-Lastenrad mit UPS entwickelt

Rytle zeigt auf der Solutrans in Lyon eine mit UPS entwickelte Version seines innovativen Lastenradkonzepts. Das von Krone und Orbitak gegründete Start-up will sich damit weiter Richtung Großserienfertigung bewegen.

Der aus einer Kooperation zwischen dem Beratungsunternehmen Orbitak AG sowie dem Anhänger- und Aufbauhersteller Krone hervorgegangene neue Lastenradanbieter Rytle aus Bremen hat sein Konzept erstmals in Großserie umgesetzt. Das gemeinsam entwickelte mehrspuriges Profi-Lastenrad mit Wechselaufbau befindet sich beim Kurier- und Paketlogistiker UPS im Feld-Test, der diese wohl auch weltweit einsetzen will. Bei dem Rytle-Lastenrad namens MovR wird ein einschiebbarer Kofferaufbau kombiniert. Der ist wiederum gekoppelt an einen Standard-Wechselcontainer, am Stand als 10-Fuß-Version demonstriert, der eine Art „Mikrodepot“ bildet. Darin finden neun der im Palettenmaß 80 auf 120 cm gestalteten, gut 1,80 Meter hohen und leicht rollbaren Koffer Platz. Über den Fahrzeugkonzept hinaus bietet der Hersteller eine per Smartphone-App steuerbare City-Logistik an, in der der gesamte Transportprozess abgewickelt werden kann. Außerdem soll der Transport der Wechselcontainer in einem ersten Pilotprojekt mit einem elektrisch angetriebenen 12-Tonner eines laut Aussage am Stand deutschen Herstellers erfolgen.

Das mit einer Plexiglashaube über dem Fahrersitz versehene und dem ersten Eindruck nach äußerst solide gefertigte und seriös verarbeitete Lastenpedelec selbst verfügt über zwei Heinzmann-Radnabenantriebe, zwei bis wahlweise vier Lithium-Ionen-Akkus mit je 25 Ah-Stunden Kapazität sowie hydraulische Magura-Scheibenbremsen der Heavy-Duty-Klasse Der Antrieb verfügt auch über eine Rückwärtsfahrfunktion, vorwärts lässt sich der Anrollprozess, wie bei Pedelecs üblich, per Dreh am Lenkergriff rein elektrisch und ohne zu treten vornehmen. Bei 120 Kilo Leergewicht und einem zulässigen Gesamtgewicht von 350 Kilo darf das Lastenrad inklusive Fahrer etwa 150 Kilogramm Nutzlast schultern. Es soll akkuseitig über eine ausreichende Reserven für eine Tagesschicht verfügen, wird in der Praxis teils aber auch für zwei Tagesschichten ohne Zwischenladen verwendet, wie ein Verantwortlicher am Stand berichtet. Der Aufbau und das Fahrrad sind separat absperrbar über eine Bluetooth-basierte Funktion. Zu der Verkleidung des Fahrrads auf der linken Seite soll noch ein transparenter Zip-Vorhang kommen, um den Fahrer zusätzlich vor Nässe zu schützen. Rechts soll der Ein- und Ausstieg aus Handlinggründen offen bleiben.

Das Lastenrad wird bei Speedliner in Zerbst gefertigt. Es soll zwischen 16.000 und 17.000 Euro Komplettpreis kosten. Es soll auch eine Leasing- sowie eine Mietoption geben. Derzeit gibt es mehrere Servicepunkte, der Hersteller arbeitet an der Ausweitung des Werkstattnetzes. Alle Ersatzteile sollen über das Krone-Ersatzteilmanagement erhältlich sein.

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Veröffentlicht: 24. November 2017 von Johannes Reichel, transport-online.de

RYTLE’s Tushar Desai on customising business strategies for the innovative space in Singapore

In his early days, RYTLE’s co-founder, Tushar Desai, recalled that being born in an entrepreneurial part of India where they live by the adage ‘if you have to work for someone, it means you couldn’t succeed on your own’, did much to spur his entrepreneurial spirit. Caught between a long-held cultural of studying for either a medical or an engineering degree – the only two choices ‚worth anything‘ back in the day, he chose the latter and moved to the States to complete his MBA. While he was a corporate man for 15 years, he knew he was going to do something on his own, one day.

He reminisces upon his startup journey with much gusto, in which he delves into the happenstance that caused the collaboration between himself and Arne Kruse (a European entrepreneur), one of the other co-founders of RYTLE. „Arne’s company manufactures eco-friendly pedalec (pedal-electric) cargo bikes & trikes (three wheeled cycles), used for short-distance deliveries. I also run a consulting & analytics company which led me to co-found a start-up with Amit, a tech and software guru,  where we built a tech-based solution to enable businesses to identify people and things in a physical space with a view to enhancing the in-premise experience.“

In effect, Tushar, Arne and Amit, along-with a global transportation manufacturer, decided to join forces to create a solution which combines the unique strengths of each (which, individually, could be considered somewhat classical), with one solitary goal: the creation of a flexible solution that could transform the Last Mile Fulfilment (logistics) industry in today’s digital age, via a revolutionary IoT-enabled Infrastructure as a Service.

Taking into account the European Union’s increasingly stringent environmental legislation, the team realised that ‚going green‘ and abandoning the use of fossil fuel-powered vehicles was about to become the next big thing across European cities. This set the ball rolling for RYTLE , acquainting them with predictive measures and larger-than-life ideas. „We were aware that this was happening and about to become commonplace, and didn’t want to wait for a government announcement before we took action,“ Tushar explained. „We wanted to get ahead of the curve and offer a solution ahead of its time.“

A B2B-focused solution, RYTLE utilises a micro-hub concept, where modern cargo e-trikes (dubbed MOVRs) are used to fetch smart boxes with parcels pre-loaded into them, from each micro-hub – dozens of which would be set up within a city –  and transported to make door-step deliveries. Since each of the individual modules – Micro-hubs (the size of only two car parking spots, can be raised and/or lowered automatically, can accommodate nine smart boxes), MOVRs, and Smart Boxes are IoT-enabled, they can be fully linked up with the RYTLE platform, giving the business real-time tracking of air quality, heat/ humidity, road conditions, traceability and regular status updates.

GOAL FOR SINGAPORE

Singapore is one of the most innovative cities, with the government putting a tremendous emphasis on being a Smart Nation. Tushar sees a two-pronged approach for Singapore, „While we primarily plan to offer the RYTLE infrastructure as a service, we could also offer the data generated by RYTLE as a service. Having said that, RYTLE can also be taken in modular form. For example, if a courier/ logistics company is one of RYTLE clients, it could easily ‘rent’ the MOVRs and the smart boxes only. If they already have their own software platform in place, they may not require the RYTLE platform to aid them in their offerings. Other prospective industries in Singapore could be e-commerce companies, shipping warehouses, SingPost, wholesaler to retailer, warehouse to store deliveries, etc.“

BEING GREEN IS AN INTEGRAL PART OF THE SMART NATION PLAN

Being green is a concept that’s more popular with the Europeans due to their way of life and legislature, but not so much with Singaporeans. Pivoting to suit the Singaporean e-commerce market better is crucial for RYTLE, simply because the little guys need help with their logistics needs too. Being B2B no longer means that we cater solely to the big businesses. Rather, aiding small e-commerce startups in their last-mile needs is important too. There are different things that RYTLE can offer Singapore, and we are completely open to evolving to suit the market needs.

IDENTIFYING GAPS IN THE WORLD TO TAILOR YOUR OFFERINGS

Take Europe for example: Though grocery-delivery services like Redmart and Honestbee are rampant in this country, they are ridiculously scarce in Europe. Online grocery shopping across most of Europe is complicated by their mandatory self-pickup, thus defeating the purpose of ordering online. Therefore, one of RYTLE prospects could be to address Europe’s grocery-delivery service, the same goes to identifying the rest of the pain-points that businesses around the world may face.

BE CONTEXTUALLY AWARE

Tushar urges startups to get familiar with the business context/ nuances, else you learn things the hard way, „In my analytics and tech-based startup, we were sure that our customer-experience enhancement solution would be an easy sell to most businesses. However, when we actually started taking our solution to brands, we learnt that most of them were interested in only offering discounts through our platform, not in building loyalty. While there was unanimous agreement that improving the customer experience was essential for sustained success, it was seen to require a level of effort that they were just not willing to put in. This made us shift our thinking and future development roadmap.“

Startups deciding on tailoring their offerings must, as a first step, start getting well-versed with an industry’s / market’s cultural needs, and readiness for the offering. Only by having conceptual clarity and contextual familiarity, can you then be liberated to make something good.

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Veröffentlicht: 15. November 2017 von l3.work

KEP-Konzept für die Paketbranche

Krone betritt auch Neuland bei der Lastenrad-Entwicklung

Doch nicht nur im Geschäftsbereich der KEP-Fahrzeuge hat Krone Neuland betreten. Wer hätte etwa gedacht, dass ausgerechnet Krone etwas mit dem in Berlin vom Bremer Lastenradhersteller Speedliner vorgestellten Lastenrad zu tun hat?  Beide Unternehmen präsentierten dort das gemeinsam konzipierte Lastenrad „Rytle Movr“, das speziell für die Citylogistik auf der „letzten Meile“ entwickelt wurde. Sein bislang einzigartiger Vorteil ist es, dass es auf kurzen Strecken sogar ganze Paletten transportieren kann. Markante Details an dem Fahrzeug sind das Plexiglasdach über der Fahrerkabine sowie ein hoher seitlicher Spritzschutz, um Witterungseinflüssen zu trotzen.

Neue Idee bietet Chance auf einen weltweiten Absatzmarkt

Der praxisorientierte Nutzen des „Rytle Movr“ zeigt sich vor allem an den vorkommissionierten Boxen. Sie werden vom Fahrer in einem mobilen City-Hub abgeholt. Ähnlich wie bei einem Gabelstapler manövriert er dazu entweder das Lastenrad rückwärts an die Box heran oder er schiebt den auf Rollen gelagerten Container von hinten in sein Lastenrad hinein. Besonderer Clou: Die Box wird an den beiden oberen Ecken in zwei Bolzen eingehängt und mit einem Hebel hochgezogen. Auf diese Weise werden erhebliche Kraftanstrengungen des Fahrers vermieden.

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Veröffentlicht: 02. November 2017 von Norbert Böwing, truck-mobiles.de

Ist das ein Erlkönig für UPS?

In Hamburg auf der Mönckebergstraße unterwegs: das UPS-Pilotfahrrad.

Es gab keine Ankündigung, aber sie fahren doch durch Hamburg: neue Lastenfahrräder des Kep-Dienstleisters UPS. In Hamburg-Hammerbrook und im Bereich der innerstädtischen Mönckebergstraße sind sie zu sehen. Wie zu hören ist, handelt es sich um ein Pilotprojekt. Produzent der Lastenfahrräder ist das in Bremen ansässige Unternehmen Rytle; das Lastenfahrrad wird unter dem Namen Movr hergestellt. Das Besondere daran laut Hersteller: Es können beladene Europaletten aufgenommen werden. Das geht mit einem Fahrer, der lediglich eine manuelle Vorrichtung des Rades bedienen muss.

Aber Rytle kann nicht nur Räder bauen, sondern hat ein ganzheitliches, vernetztes und emissionsfreies Konzept für die letzte Meile entwickelt. Das umfasst mobile City-Hubs und eine App. Alle Teilnehmer können über Schnittstellen miteinander kommunizieren. Auch der Empfänger kann die aktuellen Daten zum Beispiel über Smartphone abrufen. Die Sensorik prüft auch, ob Daten und Ladung zusammenpassen.

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Veröffentlicht: 26. Oktober 2017 von hec, dvz.de

BSAG soll auch Pakete bringen

Bremer Experten arbeiten an einem Plan, wie sich der Lieferverkehr in die City verringern lässt: Elektrobusse könnten als „moderne Postkutschen“ neben Fahrgästen auch Waren befördern.

Die Bremer Straßenbahn AG als Postkutsche des 21. Jahrhunderts – noch ist es nur eine Idee, doch sie könnte Wirklichkeit werden. Und so würde es funktionieren: Der Busfahrer bringt morgens die Pakete, vom Güterverkehrszentrum (GVZ) an einen zentralen Punkt in die Innenstadt, zum Beispiel am Hauptbahnhof. In der Wartezeit bis zur nächsten Fahrt wird dann vom Elektrobus umgeladen auf Lasten-Pedelecs – sowohl für Pakete als auch für Europaletten. So findet die Ware auf den letzten hundert Metern ihren Empfänger.

Das Konzept dazu soll Ende des Monats stehen. Hinter der Idee steckt eine lockere Projektgruppe, die Hans-August Kruse mit initiiert hat. Er ist Vorsitzender des Vereins „Bremen kommt“ und äußerst gut vernetzt. Vielen Bremern wird er noch bekannt sein aus den vielen Jahren, in denen er als Kulturmanager die Veranstaltung „Musik und Licht am Holler See“ organisierte. Nun will er zusammen mit anderen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft Impulse setzen für einen umweltfreundlicheren Transport der Waren in die Innenstadt.

„Vor gut einem halben Jahr haben wir uns zum ersten Mal getroffen, und seitdem immer so alle vier Wochen“, sagt Kruse. Mit am Tisch sitzen Vertreter der Jacobs University sowie des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM). Aus der Wirtschaft sind die Unternehmen Hellmann Logistics, DPD und die Bremische Hafenvertretung mit dabei sowie außerdem Karstadt, die Bremer Straßenbahn AG und die SWB. Inzwischen nimmt auch ein Vertreter des Verkehrssenators an den Treffen teil. Kruse: „Von Treffen zu Treffen überlegen wir, für wen dieses Projekt noch interessant sein könnte, den wir mit ins Boot holen sollten.“

Bisher wollte die Runde erstmal eher im stilleren Kämmerlein an ihrer Vision arbeiten. „Nun ist der Zeitpunkt, wo wir das erste Mal an die Öffentlichkeit gehen können und dabei den Verkehrssenator und den Wirtschaftssenator mit ins Boot geholt haben“, sagt Kruse.

200 Paletten monatlich plus Pakete

Am Anfang stand die Frage, wie Unternehmen den Lieferverkehr in die Innenstadt verringern könnten. Auf Seite der Logistikfirmen waren recht früh Hellmann und DPD mit dabei. Und Karstadt soll als Kunde profitieren. Die Idee: Der Bus, der morgens die Fahrgäste vom Hauptbahnhof zum Güterverkehrszentrum bringt, transportiert auf der Rückfahrt in einem Anhänger Ware und Pakete in die City. An einem bestimmten Punkt, beispielsweise in der Nähe des Hauptbahnhofs, würde der Anhänger abgehängt.

„Das kann innerhalb von 30 Minuten erfolgen“, sagt Dustin Schröder von Hellmann Logistics. Dort kämen dann die Paketboten mit ihren Pedelecs ins Spiel. „Es gibt auch spezielle Pedelecs, mit denen sich Europaletten transportieren lassen“, sagt er. „Das mit dem Anhänger ist nur eine Möglichkeit. Es geht ja bei diesem Projekt darum, verschiedene Szenarien durchzuspielen.“ Und wenn der Bus die Waren auf diese Weise in die Innenstadt brächte, müsste täglich ein Lkw weniger von Hellmann sowie ein Transportauto weniger von DPD in die City fahren, so Schröder. „Wir reden hier im Durchschnitt von 200 Paletten im Monat plus die Pakete, die DPD ausliefert.“ Ebenso könnte das Konzept für weitere Logistiker im GVZ interessant sein.

Womöglich könnten Ware und Pakete sogar noch schneller in die Innenstadt gelangen als heute. Denn die Logistiker und Wissenschaftler sehen einen weiteren Vorteil im Bustransport: „Die BSAG-Fahrzeuge haben an diversen Straßen ihre eigenen Spuren. Für LKW-Fahrer ist diese Spur verboten.“ Außerdem haben Busse und Straßenbahnen in Bremen an vielen Kreuzungen eine Vorrangschaltung, sodass die Ampel schneller auf Grün umspringt.

Transport per Schiff

Lieferungen im Anhänger sind eine Idee. Eine weitere Alternative könnte der Transport vom Güterverkehrszentrum in die Innenstadt per Schiff sein – auch das angetrieben mit einem Elektromotor. Hier wäre zu klären, wie Ware vom Schiff zu den Pedelecs gelangt. Julia Bendul von der Jacobs University sagt: „Dabei sollten wir überlegen, ob die Schiffsvariante auch für Vegesack interessant sein könnte.“ Bendul weiter: „Zu 98 Prozent steht unser Konzept. Wenn alles fertig ist, könnte man es einem Förderantrag beifügen.“ Daran arbeitet auch Gerald Rausch vom IFAM mit. Als Projektphase halten sie drei Jahre für realistisch.

Dabei geht es vor allem um eine Hürde, die das Projekt noch nehmen muss: die Finanzierung. Denn Yusuf Demirkaya von der BSAG sagt ganz klar: „Wenn wir dafür das Geld erhalten, kaufen wir auch die dafür infrage kommenden Elektrobusse und kümmern uns um alles Nötige. Aber wir selbst sind ein defizitäres Unternehmen und haben kein Geld dafür.“ Ladestationen sind nicht das Problem – sie existieren bereits auf dem BSAG-Gelände am Flughafendamm. Weitere Ladestationen könnte die SWB installieren, die ebenso bei der Runde mit am Tisch sitzt.

Wie der Plan ansonsten von Bund und Land finanziert werden könnte, ist ebenso unklar. Denn derzeit gibt es laut der Expertenrunde weder beim Bundeswirtschaftsministerium noch beim Bundesverkehrsministerium Förderprogramme, die für das Projekt infrage kommen. Demirkaya gibt dabei zu bedenken: „Oft ist es bei diesen Programmen so, dass diese 50 Prozent finanzieren, die anderen 50 Prozent müssen aus der Privatwirtschaft kommen.“ Hellmann wolle sich finanziell daran beteiligen. Für weitere Investoren müsste Hans-August Kruse innerhalb seines Netzwerks krätig „Klinkenputzen“ gehen, damit die „Postkutsche 4.0“ irgendwann Realität wird – ohne wie damals die Pferde wechseln zu müssen.

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Veröffentlicht: 06. Oktober 2017 von Florian Schwiegershausen

City-Logistik: Rytle und Krone bringen Lastenrad mit Wechselcontainer

Auf der KEP-Together in Berlin zeigte der Hersteller Speedliner das erste in Kooperation mit dem Fahrzeugwerk Bernard Krone konzipierte Lastenrad. Im vorkommissionierten Wechselaufbau lassen sich ganze Paletten transportieren.

Mit dem „Rytle Movr“ haben der Bremer Lastenradhersteller Speedliner und das Fahrzeugwerk Bernard Krone auf der Branchenveranstaltung „KEP-Together“ in Berlin ein gemeinsam konzipiertes Lastenrad präsentiert, das auf kurzen Strecken ganze Paletten transportieren kann. Besonders auffällig an dem Fahrzeug: das Plexiglas-Dach über der Fahrerkabine sowie ein hoher seitlicher Spritzschutz. Beides schützt zumindest einigermaßen vor Regen und anderen rauen Witterungsbedingungen. Beladen wird das Gefährt mit vorkommissionierten Boxen, die der Fahrer in einem mobilen City-Hub abholt. Dabei manövriert er entweder das Lastenrad – ähnlich wie ein Gabelstapler – rückwärts an die Box heran oder er schiebt den auf kleinen Rollen gelagerten Container von hinten in sein Lastenrad hinein. Dann wird die Box an den beiden oberen Ecken in zwei Bolzen eingehängt und mit einem Hebel hochgezogen.

Das habe den Vorteil, dass der Fahrer nichts heben müsse und das Lastenrad alleine ohne viel Kraftaufwand beladen könne, erläuterte hierzu Werner Schaar, der den Movr in Deutschland vertreibt. Beim Kunden angekommen, kann der Fahrer entweder die komplette Box, deren Grundfläche den Maßen einer Europalette entspricht, wieder aushängen und auf ihren Rollen ins Lager fahren, oder er lädt den kleinen Container aus und hat dann Platz, beispielsweise für eine Rückladung. Beim Start des Lastenrads unterstützt den Fahrer eine Anfahrhilfe, die ohne dessen Zutun auf bis zu fünf Stundenkilometer beschleunigen kann. Auf längeren Strecken hilft der Elektromotor dem Fahrer bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde. In dem Projekt der eigens gegründeten Rytl GmbH führten das Fahrzeugwerk Bernard Krone sowie der Lastenradhersteller Speedliner die Regie. Als Geschäftsführer fungieren Dr. Arne Kruse, Vorsitzender der Beratungsgesellschaft Orbitak AG sowie Ingo Luebs, Marketingchef bei Krone. Speedliner hat auch für die UN und Unicef Räder für Entwicklungsprojekte sowie für diverse Premium-Rad-Marken im Auftrag gefertigt. Auch Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) unterstützt die Entwicklung des Lastenrads.

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Veröffentlicht: 20. September 2017 von ha/rj, logistra.de

Lastenrad: Platz für eine Palette

Mit „Movr“ hat Rytle in Berlin auf der KEP-Together das erste in Kooperation mit dem Fahrzeugwerk Bernard Krone konzipierte Lastenrad präsentiert, das auf kurzen Strecken ganze Paletten transportieren kann.

Besonders auffällig an dem Fahrzeug: das Plexiglas-Dach über der Fahrerkabine sowie ein hoher seitlicher Spritzschutz. Beides schützt zumindest einigermaßen vor Regen und anderen rauen Witterungsbedingungen. Beladen wird das Gefährt mit vorkommissionierten Boxen, die der Fahrer in einem mobilen City-Hub abholt. Dabei manövriert er entweder das Lastenrad – ähnlich wie ein Gabelstapler – rückwärts an die Box heran oder er schiebt den auf kleinen Rollen gelagerten Container von hinten in sein Lastenrad hinein. Dann wird die Box an den beiden oberen Ecken in zwei Bolzen eingehängt und mit einem Hebel hochgezogen. Das habe den Vorteil, dass der Fahrer nichts heben müsse und das Lastenrad alleine ohne viel Kraftaufwand beladen könne, erläuterte hierzu Werner Schaar, der den Movr in Deutschland vertreibt. Beim Kunden angekommen, kann der Fahrer entweder die komplette Box, deren Grundfläche den Maßen einer Europalette entspricht, wieder aushängen und auf ihren Rollen ins Lager fahren, oder er lädt den kleinen Container aus und hat dann Platz, beispielsweise für eine Rückladung.

Beim Start des Lastenrads unterstützt den Fahrer eine Anfahrhilfe, die ohne dessen Zutun auf bis zu fünf Stundenkilometer beschleunigen kann. Auf längeren Strecken hilft der Elektromotor dem Fahrer bis zu einer maximalen Geschwindigkeit von 25 Kilometern pro Stunde.

An dem Projekt war neben dem Fahrzeugwerk Bernard Krone der Fahrradhersteller Speedliner beteiligt, der unter für die UN und Unicef Räder für Entwicklungsprojekte gefertigt hat. Auch Deutsche Luft- und Raumfahrtzentrum (DLR) unterstützt die Entwicklung des Lastenrads.

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Veröffentlicht: 19. September 2017 von Christine Harttmann (ha), transport-online.de

Last Mile RYTLE

Integrated last-mile solution Rytle combines four components to deliver a highly efficient and economical solution for urban spaces. The four components include the Movr, an engine powered three-wheel vehicle; the Box, a portable storage unit with the circumference of a standardized EUR-pallet; the Hub, a storage facility with enough space to store up to nine Rytle boxes; and the Rytle Digital Kit, which acts as the bridging interface between all components. Parcels are placed within the Box at the sorting depot before being loaded into the Hub. The Hub is then transported to a central urban location by van, where the parcels are collected by Movr delivery riders or ‘Rytlers’. Rytlers are sent ‘jobs’ via the Rytle app; the telematics and communication technology facilitated by the Rytle Digital Kit enables Rytlers to find their Box, which they can place on their Movr.

Equipped with an algorithm-powered smart route planner, the Rytler also has the necessary tools to avoid inner-city congestion. The Rytle app also serves as the recording and documentation tool during package delivery. The app can be used by customers to track packages and write reviews. Rytle combines technology with efficient logistics processes to meet the requirements of customers and the environment.

We offer a smart solution for emissions-free last-mile delivery. RYTLE develops and manufactures the entire infrastructure, including Cloud and App-Solution.

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Veröffentlicht: September 2017 von postal and parcel technology international (Seite 99)