Verkehrsentlastung: trans-o-flex testet in Bremer Innenstadt Zustellung per Lastenrad 

Bild: trans’o’flex

Weinheim, 23. Mai 2022 – Nach einem Jahr Vorbereitungszeit hat der Expressdienst trans-o-flex in der Bremer Innenstadt in diesem Monat einen mehrmonatigen Test gestartet, bei dem in einem fest definierten Postleitzahlgebiet zwei Lastenfahrräder die bisherige Auslieferung mit klassischen Transportern ersetzen. „Dass die Auslieferung per Lastenrad leiser und sauberer ist als die bisher übliche Nutzung von Transportern und gerade in der Innenstadt zur dringend nötigen Verkehrsentlastung beitragen kann, liegt auf der Hand“, sagt Wolfgang P. Albeck, Vorsitzender der Geschäftsführung von trans-o-flex. „Damit sie aber wirklich nachhaltig und somit auch wirtschaftlich effizient sind, brauchen Lastenräder ein komplett neues Ausliefersystem, bei dem die Zustellung von einem Mini-Hub möglichst im Zustellgebiet erfolgen kann. Sonst werden die Wege für die Lastenräder zu lang und die Radfahrer können nur unverhältnismäßig wenige Sendungen pro Tag zustellen.“ 

Deshalb hat sich trans-o-flex bei seinem Test für ein Systemfahrrad der Bremer Firma RYTLE entschieden, das eine Box mit rund 1,4 Kubikmeter Laderaum und einer Nutzlast von 180 Kilo aufnehmen kann. Neun dieser Boxen im Europaletten-Format passen in eine Wechselbrücke im 10-Fuß-Format, die als Mini-Hub dient. Sie hat einen festen Stellplatz im Jakobikirchhof in Bremen. Das System bietet die Möglichkeit, dass ein Lkw entweder die gesamte hydraulisch autarke Wechselbrücke oder einzelne Boxen aufnehmen kann, um sie zwischen dem Stellplatz in der Innenstadt und dem Umschlagzentrum von trans-o-flex hin und her zu transportieren. Dadurch können auch schon bereits vorkommissionierte Boxen angeliefert werden und die zustellenden Radfahrer müssen dann nur die Box zwischen die beiden Hinterräder des dreirädrigen Lastenrades schieben, sie sichern und können unmittelbar auf die Zustelltour starten. Im Test nutzen die Auslieferfahrer das Mini-Hub zunächst als Umschlagplatz, an dem sie die angelieferten Pakete selbst in die Box laden und dann ausliefern. Sobald ein Fahrer alle Sendungen ausgeliefert hat, kehrt er zum Mini-Hub zurück und kann entweder den leeren Behälter in weniger als fünf Minuten gegen einen vollen austauschen oder erneut manuell laden und dann wieder starten. „Es ist auch möglich, dass die Fahrer unterwegs Sendungen abholen“, erläutert Albeck. „Die bringt der Fahrer dann zum Mini-Hub.“ Abends werden die Pakete ins nächste trans-o-flex-Logistikzentrum gebracht. Von dort gehen die abgeholten Sendungen noch am selben Tag auf ihre Reise zum Empfänger. Am nächsten Morgen wird das Mini-Hub vom Logistikzentrum aus wieder mit neuen Sendungen beliefert. 

Die eingesetzten Lastenräder verfügen über zwei Elektromotoren. Sie sind in die Hinterräder eingebaut und unterstützen die Fahrer bis zu einer Geschwindigkeit von 25 km/h. „Da die Distanzen der Lastenräder sehr kurz sind, werden sie in Bremen wahrscheinlich weniger als 20 Kilometer pro Tag zurücklegen.“ Dank Wechselakkus steht den Fahrern aber ausreichend Energie auch für deutlich längere Ausliefertouren zur Verfügung, ohne dass sie tagsüber Strom nachladen müssen. 

Zusätzliche Anforderung: aktive Temperaturführung 

Das System, das trans-o-flex testet, ist bisher noch nicht für die Zustellung aktiv temperaturgeführter Sendungen ausgelegt. „Wir haben uns aber unter anderem deshalb für RYTLE als Partner entschieden, weil das Unternehmen an Konzepten arbeitet, wie mit seinem System auch die Zustellung temperatursensibler Sendungen möglich wird“, so Albeck. „Läuft der aktuelle Test erfolgreich, kann eine mögliche Ausbaustufe deshalb die Auslieferung von Sendungen in einem bestimmten Temperaturbereich sein.“ Als Logistikpartner der Pharma- und Gesundheitsbranche mit ihren zahlreichen temperatursensiblen Sendungen bietet trans-o-flex innerhalb von 24 Stunden bundesweit flächendeckend aktiv temperierte Transporte bei 2 bis 8 Grad sowie bei 15 bis 25 Grad Celsius an. „Die zuverlässige Einhaltung des jeweiligen Temperaturbereichs samt der dazugehörigen Dokumentation über einen lückenlosen Temperaturlebenslauf sind für uns unverzichtbarer Bestandteil unserer Dienstleistung. Auch eine Zustellung per Lastenrad muss dies auf Dauer leisten können.“ 

Das gelte insbesondere vor dem Hintergrund der immer weiter steigenden Anforderungen an aktiv temperierte Zustellungen von pharmazeutischen Sendungen, vor allem im Privatkundenbereich. Dieses Segment baut trans-o-flex weiter aus und hat hierfür das neue Angebot B2C-Pharma entwickelt, bei dem Privatempfänger ihre Arzneimittel als Sendungen mit aktiver Temperaturführung erhalten.  

RYTLE PARTNERS WITH YAMATO HOLDINGS

RYTLE has landed … in Asia!

We are honoured and thrilled to announce the start of our Asia journey in Japan, partnering with Yamato Holdings.

Our MovR will first start rolling in #Chiba this week, as part of  Yamato’s e-commerce ecosystem trials for sustainable parcel deliveries.

When Japan’s largest and one of the most-trusted logistics companies agrees to trial our Last METRE fulfilment solution in possibly the world’s most customer-centric, advanced and efficient economies, it makes us feel proud and also highly charged up, to fully support them in achieving their business and societal goals!

Watch this space!

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RYTLE und Krone unterstützen neue Lieferkonzepte von Rhenus Home Delivery

 

Bremen, Oktober 2020 – Mit Expertise und dem passenden Produkt begleiten RYTLE und Krone das Projekt Dock´n´Deliver der Rhenus Home Delivery.
Unter dem Projektnamen Dock´n´Deliver werden ab Anfang November 2020 in einer mehrmonatigen Einsatzphase vier hydraulisch auf den Boden absenkbare Wechselbrücken – sogenannte HUBs – den Transport von Waren zwischen dem Lager der Rhenus Home Delivery in Hoppegarten und dem Mikro Depot im Westhafen Berlin unterstützen und somit einfachere Auslieferungen zu Endkunden in der Innenstadt ermöglichen. Zur Verfügung stellt die HUBs der Projektpartner RYTLE, der sich bereits mit seinem smarten Logistikkonzept für die Letzte Meile am Markt etablieren konnte. Die in Herzlake vom Nutzfahrzeugspezialisten Krone Commercial Vehicle SE produzierte Wechselbrücke zeichnet sich als mobiles Depot mit geringem Platzbedarf aus. Durch die hydraulischen Stützen und die elektrischen Tore wird eine unkomplizierte Beladung sowie Entladung ermöglicht.

Dock´n´Deliver, eine Strategie, die sich speziell mit den Anforderungen der Letzten Meile auseinandersetzt, ist ein aus dem Innovation Hub der Rhenus Home Delivery gewachsenes Konzept. Der Innovation Hub agiert als Schnittstelle zwischen der operativen Ebene und dem Markt neuer Technologien, um Lösungen für aktuelle logistische Herausforderungen zu erarbeiten. Ein besonderes Augenmerk liegt hierbei auf der Suche nach Lösungen für schwer transportierbare Güter wie Möbel, Haushaltsgeräte und Matratzen, die auf Wunsch direkt bis an die Verwendungsstelle geliefert werden.

„Wir freuen uns, Teil dieses spannenden Projekts zu sein“, so Johannes F.D. Hill, Business Development Manager bei RYTLE. „Unser stimmiges Logistikkonzept lässt sich flexibel an die Anforderungen im Transportalltag anpassen. Gerne unterstützen wir mit unseren Produkten auch Rhenus Home Delivery dabei, ihr Transportgeschäft noch effizienter zu gestalten“, so Hill weiter.

„In unserem Innovation Hub beschäftigen wir uns täglich mit der Frage, wie wir unsere Spezialnetzwerke der Rhenus Home Delivery und Rhenus High Tech weiter an die sich wandelnden Anforderungen anpassen können. Durch den Einsatz der RYTLE HUBs und einer durchdachten, mittels Telematik überwachten Lieferstrategie erhoffen wir uns, unsere Abläufe noch flexibler, zeiteffizienter und transparenter gestalten zu können“, ergänzt Jonas von Frieling, Head of Department des Innovation Hubs der Rhenus SN digital.

 

Das Ziel immer vor Augen

Helm mit holografischem Visier soll Sicherheit und Effizienz bei Lastenradkurieren erhöhen

Bremen/Oldenburg. Der Blick durch das Visier des Smarthelms erinnert ein wenig an den Film Iron Man. Tatsächlich handelt es sich aber um einen Fahrradhelm, der das Leben von Lastenradfahrern künftig erleichtern soll. Wichtige Informationen sollen möglichst genau und ablenkungsarm vor die Augen des Fahrers projiziert werden. Das soll für mehr Verkehrssicherheit
und Effizienz bei der Logistik der Paketzulieferungen sorgen, zumindest nach den Vorstellungen eines Unternehmens-Konsortiums aus Bremen und Oldenburg, das den Helm entwickelt. Ab der zweiten Jahreshälfte sollen erste Prototypen in Oldenburg getestet werden.

Damit das System funktioniert, vor Staus oder Baustellen warnt und Umleitungen empfehlen kann, wird es etwa mit Landkarten-Daten gespeist. Sichtbar werden die Informationen auf dem Visier
durch die sogenannte Augmented-Reality-Technik (AR; erweiterte Realität), die Hologramme erzeugt. Neben den bereits verfügbaren Daten, werden auch Daten eingeblendet, die das
System selbst erhebt. Sogenannte biophysiologische Daten, also Informationen über den Zustand des Radfahrers. Um diese Daten zu erheben, ist der Helm mit einer Menge Technik ausgestattet:

„Wir arbeiten mit einem sogenannten Eye-Tracker, also einer Kamera, die die Blickrichtung des Fahrers verfolgt. Zudem setzen wir Sensoren ein, die die Aktivität im Gehirn des Fahrers messen“, erklärt Kristian Schopka vom Bremer Lastenradhersteller Rytle, der die Entwicklung des Helms koordiniert.

Wenn ein Radfahrer etwa über den Verkehrsknotenpunkt Stern fahre, könne eine höhere Gehirnaktivität festgestellt werden.

„Wir wollen allerdings auch testen, welche Datenerhebungen wirklich sinnvoll sind“, betonte Schopka.

Seit November wird an der Technik gearbeitet. Zu Beginn der zweiten Jahreshälfte soll sie erstmalig in Oldenburg getestet werden. Anschließend ist eine Ausweitung nach Bremen angedacht. Für die Testphase werden ausschließlich die Lastenräder von Rytle eingesetzt, „da wir den großen Stauraum, den unsere Räder auf dem Hinterbau bieten, für Laptops und anderen Messinstrumente benötigen.“ Das Ziel sei es aber, eine universelle Technik zu entwickeln, die irgendwann ausschließlich mit dem Helm und somit auf allen Lastenrädern funktioniere. Denn dieser Markt hat  Potenzial: Der Zweirad-Industrie-Verband (Ziv) hält es für möglich, dass künftig rund 25 Prozent aller Waren und 50 Prozent aller leichten Warentransporte im Stadtbereich von Lastenrädern übernommen werden. Der Ziv bezieht sich dafür auf eine Studie vom EU-geförderten Projekt „cyclelogistics – city changer cargo bike“. Eine Studie des Zentrums für Luft- und Raumfahrt hält 23 Prozent aller Warenlieferungen mit dem Rad für möglich. Für die verbleibenden rund 75 Prozent aller Auslieferungsfahrten, etwa in Lieferfahrzeugen, sei eine Nutzung der Smarthelm-Software
in Zukunft auch denkbar.

„Wir wollen eine sichere und effiziente Lösung bereitstellen, damit Kuriere während der Fahrt nicht mehr den gefährlichen Blick auf ihr Handy werfen müssen“, erklärte Schopka.

Anlass für die Entwicklung des digitalen Helms, der vom Verkehrsministerium mit knapp 1,5 Millionen Euro gefördert wird, ist die steigende Zahl von Onlineeinkäufen. Laut dem Bundesverband Paket- und Expresslogistik (Biek) der wesentliche Treiber für steigende Sendungsmengen. 2018 wurden laut einer Studie im Auftrag des Biek 3,52 Milliarden Zustellungen befördert. Für das Jahr 2019 rechnet der Verband mit über 3,6 Milliarden Sendungen in Deutschland. Dafür braucht es viel Personal. 2018 arbeiteten rund 238 600 Menschen in der Branche – 9000 mehr als im Vorjahr. Viele dieser Arbeiter sind Kurierfahrer. In Innenstädten seien diese immer häufiger auf Lastenfahrrädern unterwegs, weil sie effizient und umweltschonend seien, heißt es in einer Pressemitteilung von Rytle. Ihr Potenzial sei noch nicht ausgeschöpft, aber durch Paketgrößen begrenzt, teilt der Biek mit. Auch der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hat „das
Gefühl, dass das Lastenfahrrad seit einigen Jahren eine deutlich präsentere Rolle im Bremer Stadtverkehr einnimmt. Voraussetzung für den weiterführenden Ausbau des Lastenradverkehrs
sei aber auch eine passende Infrastruktur. Konkret für Bremen würde das bedeuten:

„Breitere Radwege zu schaffen, auf denen auch Lastenräder überholt werden können“, schreibt Pina Pohl vom ADFC in einer Mitteilung.

Bisher gibt es aber an vielen Stellen lediglich die gewöhnlichen Radwege, die zu hohen Belastungen bei Kurierfahrern führen können. Stress führe immer wieder zu Fehlzustellungen, schreibt Rytle. Der Smarthelm soll dem entgegenwirken, indem Informationen, die sonst auf dem Handy oder externen Geräten abgerufen werden, in das AR-Visier eingeblendet werden. Wenn das Projekt in drei Jahren abgeschlossen ist, könnte es auch an private Lastenradfahrer verkauft werden und somit bei jedem Radler für mehr Sicherheit sorgen.

Diesen Beitrag finden Sie hier: Weser Kurier vom 31.01.2020 (Seite 20)

Veröffentlicht: Maurice Arndt, Weser Kurier am 31.01.2020

Intelligente Fahrradhelme

E-Commerce boomt – und mit ihm ein gesteigertes Paketaufkommen. Viele Logistiker und Zusteller greifen dabei auf die Unterstützung von Lastenrädern zurück. Kurierfahrer sind im Straßenverkehr jedoch großen Herausforderungen ausgesetzt. Was kann man tun, um die Fahrer von Lastenrädern besser zu schützen? Mit dieser Frage beschäftigt sich eine Gruppe von Experten aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung im Rahmen des Projekts Smart Helm. Unter den sieben Projektpartnern sind die Universität Bremen, die Citipost Nordwest, das Bremer Unternehmen Ubimax sowie die Stadt Oldenburg.

Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur mit insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro gefördert. Ziel ist es, zu erforschen, welche
Faktoren die Aufmerksamkeit und Belastung von Fahrradkurieren beeinflussen.

Diesen Artikel finden Sie hier: Weser Report (Ausgabe 26.01.2019) S.5

Veröffentlicht: ikl, Weser Report am 26.01.2020

Verbundprojekt: Intelligenter und aufmerksamkeitssensitiver Fahrradhelm

RYTLE, UVEX, Ubimax, CITIPOST Nordwest, Uni Oldenburg, Uni Bremen und die Stadt Oldenburg forschen gemeinsam

Bremen, 20. Januar 2020. E-Commerce boomt. Und mit ihm ein gesteigertes Paketaufkommen, was viele Logistiker und Zusteller dazu bewegt, umzudenken. Der Umstieg auf ökologischere Lösungen erfolgt immer häufiger mit dem zusätzlichen Einsatz von Lastenrädern, die Kunden auf der „letzten Meile“ effizienter und umweltschonender beliefern können. Durch diesen Wandel ergeben sich jedoch neue Herausforderungen für einen sichereren Umgang mit Technologie im Innenstadtverkehr mit und auf dem Fahrrad bzw. Lastenrad, da Kurierfahrer im Alltag großen Belastungen ausgesetzt sind, was zu vielen Fehlzustellungen und Effizienzverlusten führt. Um Stressfaktoren zu identifizieren und Unfallrisiken zu reduzieren, hat sich ein Konsortium im Raum Bremen/Oldenburg gebildet, das gemeinsam ein (Lasten-)Rad taugliches Informationssystem entwickelt. Dieser sogenannte SmartHelm befreit die Fahrer von Handgeräten – und soll durch eine Einschätzung der Verkehrs- sowie Aufmerksamkeitsbelastungssituation des Fahrers die für die Zustellung benötigten Informationen passgenau und möglichst ablenkungsarm bereitstellen.

Was kann man tun, um die Fahrer von Lastenrädern besser zu schützen und gleichzeitig im täglichen Zustellprozess besser zu unterstützen? Dieser Frage geht seit November 2019 eine Gruppe von Experten aus Wirtschaft, Verwaltung und Forschung mit dem Projekt SmartHelm nach. Dieses wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) im Rahmen der Förderlinie Modernitätsfonds („mFUND“) mit 1.489.514,63 Euro gefördert. Das vorrangige, wissenschaftliche Ziel ist es, bis Oktober 2022 zu erforschen, welche Faktoren die Aufmerksamkeitssteuerung und Belastung von Fahrradkurieren beeinflussen. Das Forschungsvorhaben verfolgt hier einen neuen Ansatz zur Erhebung und Analyse aufmerksamkeitsbezogener biophysiologischer Daten im Feld: Den Einsatz eines Fahrradhelms als Träger der

Sensorik, inklusive beispielsweise einer Blickbewegungskamera und Elektroenzephalographie sowie sprachbasierten Kommunikation. Über eine spezielle Brille sollen zudem Zustell- und Verkehrsinformationen aufmerksamkeitsgerechter dargestellt werden. Der oft gefährliche Blick auf das Handy entfällt!

Insgesamt sind sieben Projektpartner am gesamten Projektzyklus beteiligt, die sich von der Entwicklung des Assistenzsystems über die Ermittlung und datenschutzkonforme Auswertung der während der Fahrt erzeugten Daten, die Integration der nötigen Software und den Bau der Prototypen bis hin zur Einbeziehung weiterer Praxisanwender aus dem Bereich Citylogistik sowie die Einbindung von BürgerInnen und der Öffentlichkeit kümmern: die Bremer RYTLE GmbH, die CITIPOST Nordwest

GmbH & Co. KG, das Cognitive Systems Lab (CSL) der Uni Bremen, die Abteilung für Wirtschaftsinformatik (VLBA) der Uni Oldenburg, die Ubimax GmbH, die UVEX SPORTS GROUP GmbH & Co. KG sowie die Stadt Oldenburg. „Das Projekt hilft, den Arbeitsalltag von Lastenradfahrern zu erleichtern und wir freuen uns, mit unserer Expertise beteiligt zu sein und das Vorhaben nach vorne zu bringen“, so Dr. Kristian Schopka von RYTLE. Dr. Dennis Küster vom CSL (Uni Bremen) sagt: „Dieses Projekt gibt uns die Möglichkeit, unsere Ergebnisse aus der Grundlagenforschung in einem ganz besonders spannenden Anwendungsfeld zu vertiefen. Wir erhoffen uns hier zum Beispiel neue Einsichten in tägliche Belastungssituationen von Radfahrern.“ Und auch Prof. Dr.-Ing. habil. Jorge Marx Gómez vom VLBA (Uni Oldenburg) freut sich über dieses zukunftsfähige Vorhaben: „Wir entwickeln und integrieren eine bisher so noch nicht dagewesene Datenplattform auf Basis der biophysiologischen Daten des SmartHelm-Systems. Diese Aufgabe stellt uns vor Herausforderungen, die wir gerne lösen.“

Angelegt ist das Projekt für drei Jahre, in denen in mehreren Testphasen in einem iterativen Prozess erste Prototypen im Feldversuch von Fahrradkurieren erprobt und weiterentwickelt werden sollen. Die daraus entstehenden Daten und Erfahrungen fließen unter Beachtung der datenschutzrechtlichen Vorgaben so in die Weiterentwicklung ein, dass am Ende ein Modell zur aufmerksamkeitsbasierten Prozessoptimierung mit besonderem Fokus auf die Lastenrad basierte CityLogistik entsteht. Neben der Erprobung des helmbasierten Informationssystems, so die Hoffnung der Forscher, sollten die so gewonnenen Projektergebnisse schließlich dazu beitragen, die Rolle von Aufmerksamkeit im Straßenverkehr besser und aus einer neuen Perspektive zu verstehen: Der von Radfahren und anderen Beteiligten im Bereich der Mikromobilität (z.B. E-Scooter).

Weitere Informationen zum Projekt sind auf den Seiten des BMVI zu finden: https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Artikel/DG/mfund-projekte/smarthelm.html

Über den mFUND des BMVI:

Im Rahmen der Forschungsinitiative mFUND fördert das BMVI seit 2016 Forschungs- und Entwicklungsprojekte rund um datenbasierte digitale Anwendungen für die Mobilität 4.0. Neben der finanziellen Förderung unterstützt der mFUND mit verschiedenen Veranstaltungsformaten die Vernetzung zwischen Akteuren aus Politik, Wirtschaft und Forschung sowie den Zugang zum Datenportal mCLOUD. Weitere Informationen unter www.mfund.de.

Über die RYTLE GmbH:

Die RYTLE GmbH wurde im Sommer 2017 mit dem Ziel gegründet, die City-Logistik zu revolutionieren. Das von Experten kreierte Logistikkonzept, bestehend aus autarken mobilen HUBs, elektrisch betriebenen Cargo Bikes mit Wechselfunktion für standardisierte Transportboxen – dem RYTLE MovR 25 – und der passenden Software-Plattform ist bereits weltweit im Einsatz. Mit den Produkten lassen sich auf der letzten Meile Kosten sparen sowie nahezu emissionsfrei Waren jeglicher Art transportieren – effizient, pünktlich, leise, stressfrei, flexibel und transparent.

Projektkontakt: RYTLE GmbH,  Dr. Kristian Schopka, Eduard-Schopf-Allee 1, 28217 Bremen, Fon: 0421 – 566 33 216 Mail: kristian.schopka@rytle.com www.rytle.com

Pressekontakt: RYTLE GmbH, Schwachhauser Ring 78, 28209 Bremen, Fon: 0421 – 566 33 200 Mail: info@rytle.com

Umweltfreundlich: Kölner Paketdienst liefert mit Lastenfahrrad

Ohne Parkplatzsuche und abseits der Stauzeiten: Das Startup „Newweys“ liefert Pakete zu kundenfreundlichen Wunschzeiten mit dem Lastenfahrrad: Frühmorgens oder spätabends – eben dann, wenn die Empfänger zu Hause sind. Bei der Online-Bestellung wird die Adresse des Startups in Köln-Ehrenfeld als Empfängeradresse angegeben.

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Veröffentlicht:  Lokalzeit aus Köln ∙ WDR Fernsehen am 18.12.2019

Stad heeft primeur met nieuwe koeriersfiets

Vanaf maandag 18 november is er in de stad een nieuwe bezorgfiets te zien: de Rytle. De fiets wordt al een tijdje gebruikt in Duitsland. Groningen heeft de Nederlandse primeur.

Vier bedrijven bundelen hun krachten om deze pilot te laten slagen. Initiatiefnemer CityE, Koeriersdienst Dropper en de bedrijven Packs en A7 Logistics hopen met deze nieuwe fiets bij te dragen aan een milieuvriendelijke Stad.

Pilot

Het gaat om een proef van een half jaar. ‚We gaan eerst rijden in het postcodegebied rondom het UMCG‘, zegt Alex Oldenburger van CityE. Er bestaan al bezorgfietsen, maar de Rytle heeft meerdere voordelen. Hij heeft drie wielen en is stabieler dan andere fietsen. Er kunnen daardoor meer pakketten per rit bezorgd worden. Verder zit de bestuurder droog onder een soort overkapping.

René Nijenbrinks van A7 Logistics: ‚We willen deze pilot gebruiken om te kijken of de Rytle ook grotere pakketten aan kan.‘

Het bezorgen wordt geregeld via Dropper.’Het moet niet uitmaken of het lokale winkeliers zijn of grote ondernemers als Wehkamp, het moet allemaal via ons netwerk kunnen lopen‘, aldus Jantine Doorbos van Dropper.

Groene Stad

Joris Barske van de gemeente Groningen is blij met de nieuwe transportfiets: ‚We zijn druk bezig om de stadslogistiek groener te maken. We willen de binnenstad afsluiten voor voertuigen die uitstoot produceren.‘ Het is de bedoeling dat de stad in 2025 volledig ‚groen‘ is.

Landelijk

Mocht de Rytle succesvol zijn dan is Groningen pas het begin. “Ik denk dat elke stad wel baat heeft bij een goedlopend netwerk van koeriersbedrijven”, zegt Jantine Doornbos. ‚In Groningen blijven we zelf met de Rytle bezorgen maar in de rest van Nederland gaan we ook met andere partijen om tafel, zoals lokale koeriersbedrijven.‘

Nijenbrinks: ‚Langere afstanden doen we nog steeds met vrachtwagens. Je kunt natuurlijk niet op de fiets pakketten van Maastricht naar Groningen brengen. Onze wagens zijn al vrij schoon maar in de toekomst is waterstoftechniek de oplossing voor groot transport.‘

Maandagmorgen zal de Rytle voor het eerst met pakketjes op pad gaan. Alex Oldenburger kijkt er al naar uit. ‚Het wordt zeker spannend, maar ik ben ervan overtuigd dat het komend halfjaar erg nuttig wordt.‘

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Veröffentlicht: Wietse Dik, RTV Noord am 16.11.2019

The new climate for ever-evolving technology

Entwicklung eines aufmerksamkeitssensitiven Fahrradhelms als Assistenzsystem für die Lastenrad basierte CityLogistik – SmartHelm

Problemstellung

Ansteigende Schadstoff- und Lärmbelastungen sowie innerstädtische Staus führen dazu, dass immer häufiger Lastenfahrräder eingesetzt werden, um das steigende Paketaufkommen des E-Commerce zu bedienen. Konträr zu den ökologischen und ökonomischen Vorteilen werden Lastenfahrräder im innerstädtischen Verkehr jedoch gerne von anderen Verkehrsteilnehmern übersehen. Zur Prävention von Unfällen und Gefahrensituationen gilt es, Fahrassistenzsysteme anhand der speziellen Anforderungen von Fahrradkonzepten zu entwickeln, um den Berufsalltag für Fahrradkuriere so angenehm und sicher wie möglich zu gestallten.

Projektziel

Im Hinblick auf eine effizienzsteigernde Prozessoptimierung in der CityLogistik zielt das Vorhaben auf die Entwicklung eines intelligent vernetzten Fahrradhelms (SmartHelm) ab. Dieser ist ausgestattet mit einer Augmented Reality-Brille, multilingualer Sprachsteuerung, einem Eye-Tracking-Modul zur Erfassung von Blickbewegungsdaten sowie mit speziellen Elektroenzephalographie (EEG)-Elektroden, um die Aufmerksamkeit des Fahrers zu erfassen. SmartHelm soll den Arbeitsalltag von Fahrradkurieren erleichtern und durch eine frühzeitige Identifikation von Stresssituationen zur Vermeidung von Unfällen und Gefahrensituationen beitragen.

Durchführung

SmartHelm erforscht, welche Faktoren die Aufmerksamkeitssteuerung und Belastung von Fahrradkurieren beeinflussen. Das Vorhaben verfolgt einen neuen Ansatz bei der Erhebung und Analyse aufmerksamkeitsbezogener biophysiologischer Daten im Feld. Zur Entwicklung des SmartHelms werden in iterativen Testphasen erste Prototypen im Feldversuch von Fahrradkurieren erprobt. Erfahrungen und Rückmeldungen der Nutzer fließen unter besonderer Beachtung datenschutzrechtlicher Fragestellungen unmittelbar in die Weiterentwicklung des Prototyps ein. Konzepte zur Übertragbarkeit von SmartHelm in andere Regionen und Anwendungsdomänen werden im Rahmen des Projektes erarbeitet und umgesetzt.

Zuwendungsempfänger RYTLE GmbH, Bremen

  • FKZ: 19F2105A
Projektvolumen 2.040.431,00 
(davon 73 % Förderung durch BMVI)
Projektlaufzeit 11/2019 – 10/2022
Projektpartner Carl von Ossietzky Universität Oldenburg, Abt. Wirtschaftsinformatik VLBA, Oldenburg

  • FKZ: 19F2105B

CITIPOST Nordwest GmbH & Co. KG, Oldenburg

  • FKZ: 19F2105C

Stadt Oldenburg, Oldenburg

  • FKZ: 19F2105D

Ubimax GmbH, Bremen

  • FKZ: 19F2105E

Universität Bremen, Cognitive Systems Lab, Bremen

  • FKZ: 19F2105F

UVEX SPORTS GROUP GmbH & Co. KG, Fürth

  • FKZ: 19F2105G
Ansprechpartner TÜV Rheinland Consulting GmbH
Frau Janine Sauer
Tel.: +49 221 806 4253
E-Mail: janine.sauer@de.tuv.com

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Veröffentlicht: BMVI am 12.12.2019